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Neuss
Lokalrunde lockt mit Musik und Geselligkeit

Neuss: Lokalrunde lockt mit Musik und Geselligkeit
Die Formation "Querfeldbeat" spielte im "Neuen Marienbildchen". Sie war eine von 14 Bands, die bei der 22. Lokalrunde zu hören waren. FOTO: A. Woitschützke
Neuss. Auch in der 22. Auflage ging das Erfolgsrezept der Initiative Neusser Innenstadt-Gastronomie auf. Nur vereinzelt brach die Zuhörerzahl ein. Von Rolf Hoppe

Was verbindet den 63-jährigen Franz aus Neuss, Doris Pliester aus Dinslaken, den Neusser Klaus Wessolek und Renate Golla aus Kaarst, sich an einem Samstagabend in Neuss zu treffen? Antwort: Musik und Geselligkeit. Noch Schützenmusik in den Ohren, präsentierte sich Neuss an diesem Abend zur 22. "Lokalrunde" in 14 Neusser Gaststätten wieder einmal offen für alle Musikrichtungen für Jung und Alt.

So schallte die Stimme von Joe Cocker weit über die Neustraße hinaus. Ein authentischer Holger Landrock bot als "The Voice of Joe Cocker" in der Wunderbar Fans des 2014 verstorbenen britischen Entertainers ein buchstäblich wunderbares Wiederhören mit Klassikern wie "Unchain my Heart" oder "You are so beautiful". Der Kölner, mit dem von Cocker geliebten Luftgitarrenspiel, glänzte auf Cocker-Art charmant rockig mit Rock, Blues, Oldies und Country-Musik.

Die Initiative der Neusser Innenstadt-Gastronomen (Inig) war es gelungen für ihre "Lokalrunde" wieder ein vielseitiges Programm für fast jeden Musikgeschmack zusammenzustellen - von Schmusesongs bis Rock´n Roll, von Pop-Klassikern bis Country-Hits. Da war die bescheidene Forderung von fünf Euro Eintritt, die allerdings die Tür zu allen Angeboten öffnete, sicher bestens angelegt. Der gut besuchte Marktplatz mit stimmungsvollen Lichtern und Musik vom Band rundete das positive Erlebnis ab.

Schon zu Beginn der Kneipennacht um 20.30 Uhr steckten die "Cranced Pilots" in der "Flotten Theke" die bunt gemischte Gästeschar mit ihrem Cover-Rock an. Alexandra Heinz, stolz auf 50 Jahre "Flotte Theke", hatte mit dem Engagement der vier Musiker einen guten Griff getan: "Wir alle verfügen durch eine Art Netzwerk über guten Kontakte zu Musikgruppen. So wie wir haben auch alle anderen Gastronomen die Bands selbst verpflichtet." Michael Mylord, der im Vogthaus die Band "One Night Stand" präsentierte, sieht die Lokalrunde auf einem guten Weg: "Wie man sieht, ist der Zuspruch da. Es kommen Gäste, die man sonst nicht sieht. Und sie lernen so unsere schönen Lokalitäten kennen."

Das konnte "Markt 27" nicht nutzen. Wirt Bernhard Strenczek: "Die Band ,Infused´ hat aus Krankheitsgründen kurzfristig abgesagt. DJ Peter ist eingesprungen. Aber das ist natürlich nicht so raumfüllend, wie wir es gewohnt sind."

Auch im "Früh" zeige sich, das große Räume besser für Rock´n Roll als für sentimentale Latin-Weisen geeignet sind: Das Wunschkonzert von "Clandestino" mit Akustikgitarren und Percussion lockte eine überschaubare Zahl von Zuhörern ins Haus. Im "DOM" dagegen war es proppenvoll. Hausherr Karl Kehrmann: "Mit den ,Missing links´ haben wir eine Band mit echtem Star-Club-Sound der 60er Jahre engagiert. Nonstop Lieder zum Mitsingen - das ist unser Erfolgsrezept."

Inig-Marketing-Begleiter Wolfgang Dany brachte das Ergebnis der Lokalrunde auf den Punkt: "Es ist die Liebe zur Musik, die die Menschen zusammengebracht hat."

Quelle: NGZ
 
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