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Neuss
"Lukas"-Chef leidet mit dem HSV

Neuss: "Lukas"-Chef leidet mit dem HSV
Mit ganzem Herzen HSV-Fan: "Lukas"-Chef Nicolas Krämer. FOTO: Krämer
Neuss. Nicolas Krämer ist die nervenaufreibende Spannung mittlerweile gewohnt. Immer wieder musste der Verein seines Herzens - der Hamburger SV - in den vergangenen Jahren gegen den Abstieg kämpfen. Von Simon Janssen

2014 und 2015 gelang dem Traditionsverein die Rettung erst in der Relegation - die droht auch in dieser Spielzeit wieder. Um ihr zu entgehen, muss der "Bundesligadino" heute vor heimischem Publikum gegen den VfL Wolfsburg gewinnen, der zwei Punkte mehr auf dem Konto hat.

Nicolas Krämer, der Geschäftsführer des Lukaskrankenhauses, wird heute im Stadion sein, um sich "die Seele aus dem Leib zu brüllen", wie er sagt. Ein Freund, mit dem er in Hamburg seine Lehre auf dem Bau machte, begleitet ihn. Schon beim Spiel auf Schalke vor einer Woche war Krämer im Stadion. "Eine emotionale Achterbahnfahrt", sagt der 42-Jährige. Schließlich gelang Stürmer Pierre-Michel Lasogga erst in der Nachspielzeit der Treffer zum 1:1-Ausgleich, der zumindest den direkten Abstieg verhinderte.

Auch für heute erwartet der leidenschaftliche Fan, der früher selbst im defensiven Mittelfeld kickte, keine Fußballgala. "Abstieg ist Kampf, den löst man nicht mit spielerischen Mitteln."

Ein wenig melancholisch denkt der "Hamburger Jung" an die glorreichen 80er Jahre zurück: "Früher hat man sich noch auf die Wochenenden gefreut - auf Spannung und Entertainment." Mittlerweile setze Freitagsnachmittags aber ein ungutes Gefühl ein, "weil man ahnt, dass es am Samstag wieder eine Niederlage gibt. Das überträgt sich bei mir in den Alltag", sagt Krämer, der in Hamburg zur Schule ging.

Seine Eltern leben noch dort. Sollte es am Ende doch die Relegation werden, hat er einen Wunsch: "Ich hoffe nicht, dass ich mich danach bei unserem Herzspezialisten Michael Haude in Behandlung begeben muss - Relegation ist nicht vergnügungssteuerpflichtig", sagt er.

Quelle: NGZ
 
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