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Neuss
Lukaskrankenhaus gliedert Nuklearmedizin aus

Neuss. Neuer Partner wird eine Privatpraxis, die auch schon die Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich versorgt.

Das Lukaskrankenhaus trennt sich von einer Sparte, mit der kein Geld zu verdienen war: der Nuklearmedizin. Diese Abteilung, im Jahr 2010 zunächst in ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) überführt, wird nun abgestoßen. Räume und medizinische Apparaturen wie der kreisweit einzige PET-CT für die Tumor-Diagnostik bleiben zwar im Besitz des städtischen Klinikums, werden aber fortan von Mitarbeitern des Zentrums für Radiologie und Nuklearmedizin (ZRN) genutzt, dem neuen Partner des "Lukas". Der versorgt bereits die Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich. Für den von Professor Lutz Freudenberg geleiteten medizinischen Dienstleister bedeutet die neue Zusammenarbeit und die Ausdehnung auf einen dritten Standort auch den Aufstieg zur größten Praxis für nuklearmedizinische und radiologische Versorgung im Kreis.

Medizinische Versorgungszentren nehmen Aufgaben wahr, die auch von niedergelassenen Ärzten erbracht werden können. Sie sind dort in Trägerschaft eines Krankenhauses zulässig, wo sie den Niedergelassenen nicht das Wasser abgraben. Das "Lukas" nutzt dieses Modell für die Pathologie, die Strahlentherapie und eben auch die Nuklearmedizin. Dieses MVZ aber, so erklärt es Andreas Krämer als Leiter des Medizinisches Managements am "Lukas", hatte wenig bis gar nichts mit dem Krankenhaus zu tun, auch weil alle Untersuchungen ambulant verliefen. Und als nach der IT-Krise im Vorjahr ein angestellter Nuklearmediziner kündigte, begann die Krankenhausleitung damit, eine andere Lösung zu such

Das Team um Professor Freudenberg ist auf Untersuchungen für die Kardiologie, Orthopädie und Urologie spezialisiert. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt in der Diagnostik bei Stoffwechselstörungen, speziell der Schilddrüse. Damit ist das ZRN ein wichtiger Verbündeter von Professor Peter Goretzki, dem Chefarzt im Kompetenzzentrum für endokrine Chirurgie am "Lukas".

Dank der Partnerschaft können ab sofort auch ambulante MRT-Untersuchungen, die dreidimensionale Bilder etwa von Tumoren und Metastasen liefern, am Lukaskrankenhaus erfolgen - täglich bis 22 Uhr und in Kürze auch samstags.

(-nau)
 
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