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Neuss
Lukaskrankenhaus kocht für Flüchtlinge

Neuss. Die Küche der Klinik stellt bis zu 300 Mahlzeiten für Asylbewerber in der Stadt bereit.

Das Lukaskrankenhaus weitet seine Aktivitäten für die Flüchtlinge in der Stadt aus. Seit Ende vergangener Woche werden täglich zehn Personen aus dem früheren Alexius-Krankenhaus in der Rheintor-Klinik geröngt, nun engagiert sich das Lukas auch in der neuen Landeseinrichtung in der früheren Schule am Wildpark. Die Küche des Lukaskrankenhauses versorgt die in der provisorischen Einrichtung untergebrachten Flüchtlinge mit Mahlzeiten.

Am Freitag hatte das Land entschieden, den Gebäudekomplex an der Aurinstraße als Dependance der Unterkunft im ehemaligen Alexius-Krankenhaus zu nutzen. 160 Männer, Frauen und Kinder waren bis Sonntag eingezogen, Platz ist für 300 Flüchtlinge. Auf Bitten des Sozialdezernenten Stefan Hahn hat das Lukaskrankenhaus nun die Verpflegung der Menschen übernommen. Die unbürokratische Hilfe funktionierte auch am Wochenende: Bereits am Sonntag stellte die Krankenhausküche die Versorgung sicher. Bis auf weiteres können bis zu 300 Mahlzeiten dreimal täglich für die Flüchtlinge bereitgestellt werden.

Bereits in der vergangenen Woche hatten das Lukaskrankenhaus und die Stadt vereinbart, bis auf Weiteres jede Woche bis zu 50 Flüchtlinge in der zum Lukaskrankenhaus gehörigen Rheintor-Klinik radiologisch zu untersuchen. Die ersten Asylbewerber wurden dazu bereits vom ehemaligen Alexius-Krankenhaus an die Hafenstraße gefahren. Sie kamen aus Syrien, "a long, long way", wie einer der Männer berichtete. Begrüßt wurden sie von Thomas Nickel, dem Verwaltungsratsvorsitzenden des Lukaskrankenhauses, und dem Kaufmännischen Geschäftsführer Dr. Nicolas Krämer. Für ihn ist die Maßnahme ein folgerichtiges Engagement: "In dieser angespannten Situation den geflüchteten Menschen und der Stadt zu helfen, muss für uns eine Selbstverständlichkeit sein." Auch die Kinderklinik beteiligt sich an der Hilfe der niedergelassenen Ärzte in der Unterbringungseinrichtung im früheren Alexius-Krankenhaus.

Quelle: NGZ
 
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