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Serie Kirche Macht Karneval
Männer sind auf der Bühne kein Tabu

Serie Kirche Macht Karneval: Männer sind auf der Bühne kein Tabu
Reimredner Hermann-Josef Maaßen gehört zu den "geduldeten Männern" bei den Sitzungen der närrischen Frauen der kfd Büttgen. FOTO: L. Berns
Neuss. Im Büttgener Pfarrzentrum St. Aldegundis wird es heute und Sonntag richtig närrisch. Grund dafür sind die Karnevalsfrauen der kfd Büttgen - und die würden sich über Verstärkung im nächsten Jahr freuen wie jeck. Von Rudolf Barnholt

Büttgen Im Büttgener Pfarrzentrum St. Aldegundis wird heute und am Sonntag ausgelassen Karneval gefeiert. Es ist die dritte Sitzung, die von Monique Brodka geleitet wird - ihre Vorgängerin war Margit Pütz, sie hatte sich aus dem närrischen Treiben zurückgezogen. Das aktuelle Team wird wieder ein pralles Programm bieten und wer Spaß daran gefunden hat, sollte mit Monique Brodka Kontakt aufnehmen - um vielleicht im nächsten Jahr schon selber auf der Bühne zu stehen.

Neue Mitstreiterinnen könnten die kfd-Karnevalsfrauen sehr gut gebrauchen. Monique Brodka hat eine Vermutung, woran es hapert: "Viele Frauen denken wohl, nicht gut genug zu sein, dabei geht es doch vor allem um den Spaß an der Freud".

Männer sind auf der Bühne kein Tabu: "Die Kleinenbroicher" werden wieder für die Musik und den richtigen Tusch zum passenden Zeitpunkt sorgen. Und Hermann-Josef Maaßen wird ein letztes Mal als Reimredner auftreten. Diakon Hermann Krause wird ebenfalls als Büttenredner erwartet. Vier Mütter von Kindern des St. Aldegundis-Kindergartens machen jetzt zum zweiten Mal mit und senken den Altersdurchschnitt der Aktiven spürbar. Monique Brodka muss diesmal aus gesundheitlichen Gründen darauf verzichten, bei den Tänzen mitzumischen: "Schade, das Tanzen ist eigentlich mein Ding, aber diesmal muss ich die anderen tanzen lassen", sagt die 65-Jährige.

Im Team der kfd-Karnevalsfrauen gibt es keine Ideengeberin, die besonders hervorzuheben wäre. Jeder bringt ein, was ihm als geeignet erscheint, bereits im Oktober war es zu ersten Treffen gekommen. Nach Weihnachten wurden die Proben dann konkreter. Statt eines Elferrates wird es einen Zehnerrat geben, der an Stehtischen stehen wird. Erwartet werden Vertreter/innen des Büttger Jungschützenkönigshauses. "Das finde ich toll, dass auch junge Leute zu unseren Sitzungen kommen", freut sich die Sitzungspräsidentin. Obwohl das Motto in diesem Jahr "Es war einmal..." heißt, bedeutet das nicht, dass alle Tänze und Sketche etwas mit irgendwelchen Märchen zu tun haben muss.

Ihre Fans werden sich schon auf den Auftritt der "Büttger Spaßvögel" mit Elke Mühlsiepen und Gundi Stöckl freuen. Dass nicht nur die Büttger, sondern auch die Driescher Frauen närrisches Blut in ihren Adern haben, werden ein weiteres Mal Brigitte Werbitzky und Odilia Lessmann beweisen. Spaß verspricht auch eine Playback-Show mit zahlreichen Teilnehmerinnen. Natürlich ist auch die kfd-Tanzgruppe, die gerne als "Hausballett" bezeichnet wird, wieder mit dabei.

Monique Brodka ist übrigens genauso gespannt auf das Programm wie die Besucher der beiden Sitzungen: Sie hat längst nicht alles im Vorfeld gesehen, lässt sich überraschen. Ob sie aufgeregt ist, Sorge hat, das etwas nicht wie gewünscht klappt? "Nein, das kann ich nicht sagen", erklärt die 65-Jährige. Heiter und gelassen, so sollten auch die Zuschauer das Programm genießen. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, etwas gemeinsam einzustudieren und aufzuführen, was anderen Spaß macht.

Quelle: NGZ
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