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Neuss
Mai-Kundgebung als Aufruf zur Solidarität

Neuss: Mai-Kundgebung als Aufruf zur Solidarität
FOTO: Woitschützke, Andreas (woi)
Neuss. Der Deutsche Gewerkschaftsbund erwartet bis zu 1000 Teilnehmer auf dem Neusser Markt. Es wird auch um den Verdi-Warnstreik gehen. Von Andreas Buchbauer

Der Button an Udo Fischers Jackett gibt schon mal die Richtung vor. "DGB - 1. Mai 2016" ist darauf zu lesen, und für den früheren Kriminalkommissar ist es der erste Tag der Arbeit als Kreisvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Unter dem Motto "Zeit für mehr Solidarität" werden die Gewerkschafter um 11 Uhr vor der Stadtbibliothek am Neumarkt zur Demonstration in Richtung Markt starten. Dort gibt es ab 11.30 Uhr die Kundgebung. Es sprechen Corinna Groß, stellvertretende NRW-Landesleiterin von Verdi, sowie Sebastian Krebs, stellvertretender NRW-Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Erwartet werden 800 bis 1000 Teilnehmer.

Mit einer Reihe Themen soll bei der Kundgebung der Solidaritätsgedanke betont werden. Udo Fischer und DGB-Regionalsekretär Klaus Churt sprechen zum Beispiel über die Notwendigkeit von günstigem Wohnraum, der geschaffen werden muss. Und sie weisen darauf hin, dass es keine Ausnahmen vom Mindestlohn geben dürfe und die gesetzliche Rente gestärkt werden müsse. Solidarität sei gesamtgesellschaftlich gefragt - zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Flüchtlingen. Und es gelte, in Schulen, Kitas, Verkehrswege sowie mehr Personal im öffentlichen Dienst zu investieren. Polizei, Schulen und Kitas müssten besser ausgestattet werden. Lob gibt es auch: Der Rhein-Kreis sei ein starker Wirtschaftsstandort. "Das ist auch das Ergebnis der guten Arbeit der Wirtschaftsförderungen in den Kommunen", sagt Fischer.

Zum Tag der Arbeit mobilisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund - hier 2015 - traditionell seine Mitglieder. FOTO: woi

Für Corinna Groß und Sebastian Krebs bietet die Mai-Kundgebung auch eine Bühne, um auf aktuelle Entwicklungen einzugehen. Verdi hat zu Warnstreiks aufgerufen, in Düsseldorf zum Beispiel bekamen dies gestern zahlreiche Berufspendler zu spüren, da Busse und Bahnen im Depot blieben. In Neuss rollten die Busse laut Stadtwerke-Sprecher Jürgen Scheer regulär. Dafür war die von der Rheinbahn betriebene Straßenbahn betroffen.

Wohl eher glimpflich ausfallen soll der für heute angekündigte Streik in den neun ehemals städtischen Kindertageseineinrichtungen, die unter dem Dach der Trägergesellschaft Lukita als Tochterunternehmen des Lukaskrankenhauses geführt werden. Sie alle sind laut Lukita-Sprecherin Ulla Dahmen geöffnet. "In den Einrichtungen Meertal, Kleine Freiheit, Kleine Welt und Lessingplatz gibt es Notgruppen, in den übrigen Einrichtungen - Wetterhäuschen, Obertor, Wasserturm, Sternschnuppe, Pusteblume - läuft der Betrieb ganz normal."

Quelle: NGZ
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