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Neuss
Marienchor wird 120 Jahre und feiert mit Fauré-Requiem

Neuss. Dominik Tukaj leitet den Marienchor derzeit.

Zum Geburtstag eine Totenmesse? Was auf den ersten Blick wie ein makabrer Scherz anmutet, ist beim Neusser Marienchor Wirklichkeit - und das in frommer Absicht: Das 120-jährige Bestehen des Chors begehen die Sänger, indem sie die Messfeier des Allerseelentages musikalisch gestalten.

Am kommenden Mittwoch, abends um 18 Uhr, singt der Chor in der Marienkirche das Requiem von Gabriel Fauré. Ausführende sind der mit Gästen verstärkte Marienchor mit seinem Interims-Leiter Dominik Tukaj (für Stefan Palm, der mittlerweile Hochschulprofessor ist) sowie Solisten und Musikern. Tukaj, der an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln studiert, hat junge Musiker von dort für Solopartien und Instrumentalstimmen gewonnen. Die Messe liest Monsignore Wilfried Korfmacher.

Das Requiem von Gabriel Fauré, einem französischen Komponisten der Zeit um 1900, ist das einzige größere Werk dieses Musikers, das einen religiösen Text als Basis hat. Es kommt in einer bearbeiteten Fassung für Chor, Solisten, Orgel und Violine zur Aufführung. Knapp ein halbes Jahr lang hat der Chor dafür geprobt.

"Der Marienchor als Kirchenchor sieht seine primäre Aufgabe in der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste, weswegen wir uns für eine Messe und gegen ein Konzert entschieden haben", erklärt Tukaj die etwas unübliche Art, den runden Geburtstag zu feiern. Weil es aber ein besonderer Gottesdienst sein sollte und keine gewöhnliche Sonntagsmesse, fiel die Wahl auf den Allerseelentag.

Seine weltliche Geburtstagsfeier feiert der Chor beim Cäcilienfest am 20. November. Dazu sind auch alle ehemaligen Sänger eingeladen.

Quelle: NGZ
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