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Neuss
Marienviertel-Bilanz: Polizei findet Drogen und Waffen

Neuss. Bis um 1.30 Uhr waren Polizei und Ordnungsamt in der Nacht zu Samstag im Bereich rund um den Marienkirchplatz aktiv, um insgesamt 269 Personen zu kontrollieren. Am Ende verzeichneten die Einsatzkräfte sechs Verstöße gegen das Waffengesetz. Es wurden Einhandmesser und Schlagringe sichergestellt. Darüber hinaus wurden fünf Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gestellt. Gefunden wurden sowohl Amphetamine als auch Marihuana. Das teilte Polizeisprecherin Diane Drawe gestern auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Die Polizei schlug um 16 Uhr mit mehreren Mannschaftswagen auf. Bereits am frühen Abend hatten die Beamten mehrere verbotene Gegenstände gefunden und drei Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Die groß angelegte Aktion am Freitag war nicht die erste dieser Art im Bereich rund um den Marienkirchplatz. Bereits am 24. November waren Polizei und Ordnungsamt dort gezielt gegen Drogenkriminalität vorgegangen und kontrollierten mehr als 100 Personen. Damals wurden in acht Fällen Betäubungsmittel sichergestellt und Strafverfahren eingeleitet. Am 24. November waren zudem mehrere Straßen gesperrt worden. Dies war am vergangenen Freitag nicht der Fall.

Die Anwohnerinitiative Marienviertel begrüßt die gezielten Aktionen in dem Bereich. Bereits Ende 2016 hatten sich die Mitglieder per Brief an Bürgermeister Reiner Breuer gewandt und "unhaltbare Zustände" rund um den Marienkirchplatz moniert. Es habe sich eine offene Drogenszene etabliert, die auch nicht davor zurückschrecke, Betäubungsmittel an Minderjährige zu verkaufen, heißt es in dem Schreiben. Mit Aktionen wie der am vergangenen Freitag will die Polizei gezielt dagegen vorgehen.

(jasi)
 
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