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Neuss
Marienviertel: Reiner Breuer relativiert Drogenprobleme

Neuss. Diskussion mit Anwohnern auf dem Marienkirchplatz.

Unterschiedliche Eindrücke zur Drogenproblematik im Marienviertel - so lautet das zusammengefasste Ergebnis des jüngsten Bürgergesprächs von Bürgermeister Reiner Breuer. Der Verwaltungschef machte jetzt am Marienkirchplatz Station, um Anwohnern ein offenes Ohr zu bieten. Wie bereits im Vorfeld erwartet, wurde die Drogenszene im Bahnhofsumfeld schnell zum Hauptthema. "Rund um den Marienkirchplatz muss niemand Angst haben", sagte Breuer.

Ein Satz, der bei den Mitgliedern der 2016 gegründeten Anwohnerinitiative im Anschluss kontrovers diskutiert wurde, wie Mitgründer Andreas Alberts erklärte. "Er hat eine andere Wahrnehmung als wir. Womöglich kriegt er auch nicht alles mit", sagte Alberts.

Breuer, der selbst am Marienkirchplatz wohnt, appellierte: "Wir wohnen in unmittelbarem Bahnhofsumfeld. Hier lebt nicht nur die High Society." Zudem werde der Bereich regelmäßig vom Kommunalen Service- und Ordnungsdienst sowie von der Polizei bestreift. Breuer machte jedoch deutlich, dass die Strafverfolgung keine Aufgabe der Stadtverwaltung sei. Viel mehr gehe es darum, das Problem an der Wurzel zu bekämpfen und zusätzliches Engagement etwa bei der Drogenprävention zu ermöglichen. Alberts und weitere Anwohner teilen zwar nicht alle Ansichten Breuers, man fühle sich jedoch ernstgenommen von der Verwaltung. Für den kommenden Herbst ist der mittlerweile dritte Runde Tisch zur Drogenproblematik im Marienviertel geplant.

Auf den angeblichen Personalmangel bei der Polizei angesprochen, gab es von Reiner Breuer einen Seitenhieb gegen den Neusser CDU-Chef Jörg Geerlings, der das Thema beim Landtagswahlkampf platzierte. "Er ist jetzt dafür zuständig, dass die Polizei mehr Personal bekommt."

(jasi)
 
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