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Clemens-Sels-Museum
Mit Eleganz und iPad in die Zukunft

Clemens-Sels-Museum: Mit Eleganz und iPad in die Zukunft
Kulturdezernentin Christiane Zangs, Annemarie Buchholz vom Serviceteam, Museumschefin Uta Husmeier-Schirlitz und ihr Stellvertreter Ulf Sölter (v.l) hinter der neu gestalteten Informationstheke. FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Die rund eineinhalbjährige Schließung des Museums nähert sich dem Ende. Der neue Eingangsbereich des Museums ist fertiggestellt, die Audioguides für Erwachsene und Kinder sind aufgenommen, iPad und iPod für Führungen angeschafft. Von Helga Bittner

Keine dunkle Wand mehr, auf die man zuläuft, sondern ein großer offener Raum mit freiem Blick auf das Treppenhaus: Mit seinem neu gestalteten Entrée gibt das Clemens-Sels-Museum die bestmögliche Visitenkarte ab.

Der Shop wurde nach links hinter die Empfangstheke verlegt, Regale und Theke sind aus dunklem Holz, das einen ebenso eleganten wie zurückhaltenden Eindruck macht. Aus dem gleichen Holz sind auch die Tische in der Cafeteria gemacht, die zwar ihr Mini-Format behält, aber mit neuem Geschirr und Hockern bestückt ist. Und einen Kaffee aus dem Vollautomaten anbietet, der das Verweilen dort allemal lohnt ...

Wenn die Museumsdirektorin Uta Husmeier-Schirlitz bei der Vorstellung also von einem weiteren geschafften Meilenstein auf dem Weg zu Wiedereröffnung spricht, ist das durchaus nachvollziehbar. Das Haus wirkt wesentlich einladender und aufgeräumter als vorher. Und bunter. Zumindest mit Blick auf den pädagogischen Raum, in dem runde Teppiche kleine farbige Insel auf dem Boden bilden, rot-, gelb- oder blaulackierte Stühle und Stifte und Farbflaschen auf den Tischen zeigen, dass dort die jüngsten Besucher einen eigenen Platz haben. Ihnen wie auch den Erwachsenen wird zudem im neuen alten Clemens-Sels-Museum ein umfangreiches, auch von viel moderner Technik unterstütztes Programm geboten.

Die Neuerungen markieren den Dreiklang, den Husmeier-Schirlitz und ihr Team im Blick haben: eine ansprechende Willkommenskultur, Verführung zum längeren Verweilen und Vermittlung von Inhalten. Letzteres sei die "essenzielle Aufgabe eines Museums", sagt Kulturdezernentin Christiane Zangs auch als ehemalige Chefin des Sels-Museums. Sie bescheinigt ihrer Nach-Nachfolgerin ein "wahnsinniges Engagement" bei der Neuaufstellung gezeigt zu haben.

Führungen haben immer eine große Wichtigkeit im Sels-Museum gehabt - und das bleibt auch so. Allerdings werden dabei demnächst auch iPad und iPod eingesetzt, um selbst kleinste Details eines Gemäldes deutlich zu machen oder über Musik und Geräusche eine passende Einstiegsstimmung zu schaffen.

Auch der nichtgeführte Rundgang wird für den Besucher deutlich attraktiver, denn ihm steht ein Audioguide zur Verfügung, der 37 Schlüsselwerke aus den hauseigenen Kunstsammlungen erläutert. Womöglich greift so mancher Erwachsener aber noch lieber zum Audioguide für Kinder. Schüler von neun Neusser Schulen haben unter Dominik Kaulen und Bettina Schneidewin im Kreismedienzentrum Erklärungen zu den Kunstwerken aufgenommen, die schon wunderbare kleine Hörspiele sind.

Quelle: NGZ
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