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Serie Adventskerzen
Mit Opferkerzen Wünsche an die Gottesmutter richten

Neuss. Holzheim (sug) Manchmal hätte man es besonders gern, dass ein Wunsch in Erfüllung geht. Zum Beispiel, dass eine bevorstehende Operation gelingt oder dass es den verstorbenen Eltern im Himmel gut geht. In katholischen Kirchen können die Gläubigen solche Wünsche durch das Anzünden einer Opferkerze vor einem Marienbild versinnbildlichen. "Mit dem Licht überbringt man die Bitte der Mutter Gottes und bittet sie um Fürsprache bei Gott", erklärt Michael Tewes. Er ist Pfarrer im Seelsorgegebiet Neuss-West/Korschenbroich. Das Kerzenlicht stehe meist für Menschen, an die der Fürbittende denkt, oder für ein bestimmtes Ziel.

50 Cent zahlen die Gläubigen für eine solche Kerze unter anderem in St. Martinus in Holzheim. "Wir müssen die Kerzen ja auch kaufen", erklärt Tewes. "Da kommt im Jahr einiges zusammen." Außerdem sei der zu zahlende Betrag zugleich als ein Opfer zu betrachten - "allerdings nur ein winzig kleines".

Der Pfarrer macht selbst gerne von Opferkerzen Gebrauch. Insbesondere, wenn er etwas verlegt hat. "Dann zünde ich eine Kerze für den Heiligen Antonius, den Schutzpatron für das Wiederauffinden verlorener Gegenstände, an, in der Hoffnung, zum Beispiel den Schlüssel wiederzufinden." Das klappe in der Regel gut. "Denn wenn man vor dem Kerzenlicht steht und in Ruhe überlegt, wo man die verlorene Sache zuletzt gesehen oder benutzt hat, fällt einem meistens wieder ein, wo sie ist." Ein Bild vom Heiligen Antonius von Padua hänge in fast jeder Kirche. "Er war ein Freund vom Heiligen Franziskus", erklärt Tewes. In St. Martinus sind die Kerzen mit dem Symbol der Kirche versehen.

Quelle: NGZ
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