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Neuss
Mittelstandsverband fordert Steuer-Entlastung für Firmen

Neuss. Abrutschen im Länder-Ranking bereitet Sorgen.

Herbert Schulte, NRW-Landesgeschäftsführer im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), fordert wirtschaftspolitische Reformen. Insbesondere die Steuerpolitik müsse in den Fokus genommen werden, um einen Absturz des Landes zu verhindern. Das teilte der Verband jetzt mit. Hintergrund ist das aktuelle Ranking der Schweizer Business School IMD zu den wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt. Darin rutschte Deutschland im Vergleich zum Vorjahr vom zehnten auf den zwölften Rang ab. 2014 hatte die Bundesrepublik noch auf Rang sechs gelegen.

Für Herbert Schulte ist dies ein Alarmsignal. "Deutschland verwaltet in der Wirtschaftspolitik den Status Quo und ruht sich auf vergangenen Erfolgen aus. Da ist es nur selbstverständlich, dass der heimische Wirtschaftsstandort um sechs Ränge auf den zwölften Platz abrutschen musste", betont er. "Diese politische Leistung ist unakzeptabel und wird den wachsenden Ansprüchen des dynamischen internationalen Wettbewerbs nicht gerecht."

Besonders "verheerend" sei das Urteil über die deutsche Steuerpolitik, das nur für Platz 52 reiche. "Für NRW mit seinen Sonderproblemen und regionaler Strukturschwäche bedeutet dies messbare konjunkturelle Stagnation", meint Schulte. "Die innovative mittelständische Wirtschaft erwartet investitionsfreundliche Rahmenbedingungen, um die Zukunft gestalten zu können."

Der BVMW fordert, investierte Gewinne, die im Unternehmen verbleiben, steuerfrei zu stellen und so eine Sonderkonjunktur zu befeuern. "Die grundsätzliche Stärkung der Eigenkapitalbasis im Mittelstand ist das wirkungsvollste Krisenpolster und Garant für neue Jobs", erklärt Schulte. Ergänzend sollte die Bundesregierung eine Verkürzung der Abschreibungsdauer beschließen und Forschungsaktivitäten stärker steuerlich fördern.

Quelle: NGZ
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