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Neuss
Morgen einziger Auftritt aller Fahnenschwenker

Neuss: Morgen einziger Auftritt aller Fahnenschwenker
Die Grenadiere sind Sonntag Gastgeber vor dem "Weißen Haus". FOTO: Woi
Neuss. Bunte Schau und viel Musik beim Promenadenkonzert; Frühschoppen der Sappeure, Gilde ehrt ihren Major.

Wer Mühe hat, still zu stehen, wenn et Trömmlches jeht, der kann sich am Wochenende bestens auf das Schützenfest einstimmen: Heute ist Majorsehrenabend der Gilde (17 Uhr, Foyer im Rheinischen Landestheater), morgen bitten die Sappeure zunächst zum Festhochamt in St. Quirin (10 Uhr) und anschließend zu einem musikalischen Frühschoppen ins Kardinal-Frings-Haus am Münsterplatz (11.15 Uhr). Um 11 Uhr beginnt morgen auch das Promenadenkonzert der Grenadiere vor dem "Weißen Haus" an der Michaelstraße.

Das Wochenende vor dem Schützenfest galt in alten Zeiten den Aktiven als "dienstfrei". Die Ehrenabende waren gefeiert, das eigentliche Fest stand noch bevor. In diese Lücke stießen die Sappeure, deren damaliger Hauptmann Heinz Weber die Basis für die Morgenfeier in der heutigen Form mit Hochamt und Frühschoppen legte. Sein Nachfolger, der 2013 verstorbene Günter Coomann, gab diesem Termin ein starkes Profil, das der amtierende Hauptmann Rolf Busch pflegt.

Das traditionelle Promenadenkonzert der Grenadiere bietet in diesem Jahr einen Superlativ: Dort sind das einzige Mal alle Fahnenschwenker aus dem Regiment in einem gemeinsamen Auftritt zu sehen. "Darauf freuen sich die Jungs", sagt Grenadier-Vorsitzender Rainer Halm. Verständlich, denn die Fahnenschwenker von Grenadieren, Jäger, Schützenlust, Hubertus und Gilde haben sich inzwischen zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen - und in Teilen der Gruppe rumort es. Grund: Komitee und Korpsführer haben das gemeinsame Fahnenschwenken zum Platzkonzert am Schützenfest-Sonntag abgesagt. Im Vorjahr kamen 2000 Besucher zum Promenadenkonzert, bei dem morgen die Bundesschützenkapelle Neuss, das 1. Neusser Regimentstambourkorps und des Bundesfanfarenkorps Furth aufspielen werden.

Zum dritten Mal seit 2015 steht Stefan Schomburg - und an seiner Seite Adjutant Sascha Karbowiak - im Mittelpunkt, wenn sich heute die Gilde zum Majorsehrenabend trifft. Schomburg führt am Sonntag 633 Schützen auf den Markt, Rekord.

(lue-)
 
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