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Neuss
Neue Kita-Gebühren sollen 98 Prozent aller Eltern entlasten

Neuss. Fast alle Eltern in Neuss könnten von der neuen Gebühren-Tabelle profitieren, die die schwarz-grüne Koalition vorstellt. Wird der entsprechende gemeinsame Antrag der CDU und Grünen-Fraktion im Stadtrat beschlossen, dann zahlen ab dem 1. August dieses Jahres Eltern mit geringem und mittlerem Einkommen weniger für Kinderbetreuung, Mehrverdiener müssen allerdings tiefer in die Tasche greifen.

Wie im jüngsten Jugendhilfeausschuss diskutiert, soll die Grenze für die Beitragsfreiheit von 20.000 auf 25.000 Euro angehoben werden. Die geltende Tabelle, die bei den Elternbeiträgen zwischen Kindern unter und über drei Jahren unterscheidet, soll zudem durch eine U2/Ü2-Regelung ersetzt werden. Die Beiträge sollen künftig auch nicht mehr pauschal nach Einkommensklassen vorgegeben sein, sondern sich prozentual aus dem Gehalt der Eltern ableiten. So müssen Eltern mit einem Jahresgehalt bis zu 35.000 Euro fünf Prozent der Betreuungsgebühr zahlen, ein Einkommen von bis zu 75.000 Euro führt zu 25 Prozent Beitragspflicht. Die steigt in Fünf-Prozent-Schritten (null Prozent für bis zu 25.000 Euro) alle 10.000 Euro bis zu einem Einkommen von mehr als 105.000 Euro (45 Prozent). Wer noch mehr verdient, muss prozentual nicht mehr zahlen. "Die höheren Beiträge für Eltern, die mehr als 75.000 Euro verdienen, betreffen in Neuss aber auch nur etwa 80 Kinder", sagt Thomas Kaumanns, jugendpolitischer Sprecher der CDU.

Im Vergleich zur geltenden Regelung werden alle Eltern mit einem Einkommen von bis zu 75.000 Euro entlastet - teilweise bis zu 50 Prozent -, auf Besserverdiener kommt eine Mehrbelastung von bis zu 1000 Euro im Jahr und mehr zu. Durchgehend positiv fällt die neue Regelung für Eltern von Kindern über zwei Jahren aus: Für sie werden die Beiträge ibn allen Einkommensklassen geringer sein als bisher.

(bur)
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