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Neuss
Neue Struktur in evangelischer Kirche

Neuss. Kreissynode stellt Weichen zur Zentralisierung der Verwaltungsarbeit. Von Christoph Kleinau

Was mit der Ankündigung zur Schließung des evangelischen Gemeindeamtes an der Further Straße im vergangenen Herbst begann, wurde am Samstag auf der Synode des Kirchenkreises Gladbach-Neuss in Rheydt fortgesetzt. Dort wurden die Weichen gestellt, damit ab dem 1. Juli kommenden Jahres der gesamte Kirchenkreis zentral verwaltet werden kann.

Abweichend vom Kirchengesetz über die Verwaltungsstruktur bindet das ausgehandelte Verbandsmodell für den Kirchenkreis Gladbach-Neuss auch die Gemeinden, Verbände und Einrichtungen, weiter ein und überlässt die Ausgestaltung der Arbeit nicht alleine der Kirchenkreisverwaltung und dem Superintendenten. Um diesen Weg gehen zu können, machte sich der Kreissynodalvorstand eine Ausnehmeregelung zunutze.

Die entsprechende Satzung fußt auf einem Entwurf von Tobias Goldkamp, der Presbyter in der Reformationskirchengemeinde ist. Der Rechtsanwalt wurde von Kreissynode erstmals in die Landessynode gewählt, dem höchsten Entscheidungsgremium der Evangelischen Kirche im Rheinland. Zur rheinischen Kirche gehören 2,65 Millionen Gemeindemitglieder in vier Bundesländern.

Damit die neue Verwaltungsstruktur umgesetzt werden kann, sind nun die Presbyterien und Vertretungen der einzelnen Verbände am Zug. Sie müssen bis Ende September ihre Zustimmung zu diesem Weg erklären und dazu einen entsprechenden Beschluss fassen. Auf dieser Basis soll der "Verwaltungsverband des evangelischen Kirchenkreises Gladbach-Neuss" bis zum Jahresende errichtet werden. Dienstsitz wird Mönchengladbach sein, wo 44 Arbeitsplätze entstehen. Die Aufgabenübertragung ist mit Wirkung zum 1. Juli 2017 vorgesehen. Bis dahin wird diese Arbeit an den bisherigen Stellen erledigt.

Zu den künftig zentral zu erledigenden Verwaltungsaufgaben gehören beispielsweise Personalsteuerung, Buchhaltung oder Liegenschaftsverwaltung. Der Dienst in den Gemeinden, also die Präsenz der evangelischen Kirche vor Ort, bleibt unberührt. Der Kirchenkreis zählt gut 128.000 Mitglieder, davon 69.000 im Rhein-Kreis.

Quelle: NGZ
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