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Neuss
Neuer Widerstand gegen Trassenführung in Hoisten

Neuss. Der Hoistener CDU-Stadtverordnete Karl-Heinz Baum rasselt mit dem Säbel. Wenn die Stadt die Trasse für die geplante Höchstspannungsleitung von Osterath nach Gohr im Bereich Hoisten nicht ablehnt und diese deshalb im Genehmigungsverfahren beibehalten wird, werde man ihn an der Seite einer Bürgerinitiative finden. Diese war gegründet worden, um den Bau einer Biogasanlage auf dem Schelmrather Hof zu verhindern und könnte sich nun dagegen wehren, dass wegen dieser gebauten und inzwischen erweiterten Anlage die Trasse Richtung Ortsrand verschoben wird. Diese Bürger werde er "auch in einem Widerspruchsverfahren nach Kräften unterstützen", sagt Baum.

Die Kritik macht Baum an einer Stellungnahme der Stadt zu diesem Leitungsbau fest, die morgen unter seinem Vorsitz im Planungsausschuss behandelt wird. Diese Stellungnahme habe bei der Hoistener Bevölkerung Bestürzung hervorgerufen, versichert Baum, dabei ist die Trassenverschwenkung lange bekannt. Schon im Planungsausschuss im September 2014 hatte die Verwaltung dargelegt, dass der Kreis auf einer Versetzung eines Hochspannungsmastes besteht, da die Leitung "für die bestandskräftig genehmigte Biogasanlage eine umgebungsbedingte Gefahrenquelle" darstelle. Der dazu auch mit den Anlagenbetreibern gefundene Kompromiss entspreche exakt dem, was nun als Planfeststellungsunterlage eingereicht wurde. In der Konsequenz bedeutet der Kompromiss, dass ein Mast um 115 Meter Richtung Ortslage Hoisten verlagert wird, um den Sicherheitsabstand zur Biogasanlage zu erreichen. Eine Verlegung auf die andere, die westliche Hofseite, schied aus. Neue Trassen sollten, so eine Vorgabe aus dem Landesentwicklungsplan, 400 Meter Abstand zur Wohnbebauung halten. In Hoisten bleiben 250.

(-nau)
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