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Neuss
Neues Martinskomitee organisiert Umzug

Die Martinszüge 2016 in Neuss
Die Martinszüge 2016 in Neuss
Neuss. Am Donnerstag feierte das Martinskomitee des Barbaraviertels das jährliche Martinsfest. Dieses Mal allerdings unter der neuen Leitung von Niels Elsäßer. Er hat das Amt nach dem Ausscheiden seiner langjährigen Vorgänger übernommen. Von Sebastian Esch

Als sich vor wenigen Monaten der komplette Vorsitz des Martinskomitees im Barbaraviertel zurückzog, war für den Leiter der Offenen Tür, Niels Elsäßer, sofort klar: "Dieses Brauchtum möchte ich gerne fortführen und das Lebenswerk des alten Vorstands entsprechend würdigen. Die 40 Jahre Amtszeit meiner Vorgänger sind aber noch ambitioniert."

Der ehemalige Vorstand, bestehend aus Joachim Beinike, Franz-Josef Thiessen und Karl-Wilhelm Heller, suchte schon seit längerer Zeit nach einem passenden Nachfolger. "Es war schon eine Zeit lang geplant, dass wir uns nach und nach zurückziehen. Deshalb waren wir wirklich froh, dass wir mit Niels Elsäßer endlich jemanden gefunden haben, der uns ablöst."

Trotzdem steht der ehemalige Vorstand nicht nur daneben. Franz-Josef Thiessen und Karl-Wilhelm Heller helfen immer noch aktiv mit. "Solange es mir möglich ist, möchte ich meine langjährigen Erfahrungen noch an den Nachwuchs weitergeben", sagt Heller.

Bisher scheint Niels Elsäßer einen guten Job zu machen - findet auch Heller. "Er macht sich hervorragend. Sein Einsatz für unsere Sache ist wirklich lobenswert. Obwohl er ja noch einen Hauptberuf hat und es auch im Vorfeld nicht optimal lief." Denn vorab des geplanten Martinsfestes gestern hatte Elsäßer zunächst mit organisatorischen Problemen zu kämpfen. "Wir waren lange auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern, um unserer Fest überhaupt möglich zu machen", sagt er. Denn durch den Abgang des gesamten Vorstands "gingen viele der gesammelten Kontakte verloren. Das waren Menschen aus 40 Jahren Amtszeit. Mich mit allen in Verbindung zu setzten, war einfach nicht zu schaffen. Manche - wie zum Beispiel Joachim Beinike - sind auch leider schon verstorben", erklärt Elsäßer.

Trotzdem gelang es am Ende, genug freiwillige Helfer für das Martinsfest zu aktivieren. "Besonders die Hilfe der Pfarrgemeinde St. Marien hat uns aufgefangen. Bei ihnen, bei der Schule ,Die Brücke', die uns sehr unterstützt hat, und besonders bei allen langjährigen Spendern möchte ich mich ganz herzlich bedanken", sagt Heller.

Von der Art und Weise, wie die Menschen im Barbaraviertel mit etwas größerem muslimischem Anteil das Fest annehmen, sind die Veranstalter begeistert. "Hier gibt es keine Berührungsängste. Eltern und Kinder gehen gemeinsam auf die Straße und singen. Das ist ein großer Zusammentreff, der geht über die Konfessionen", betont Niels Elsäßer. Begonnen hat das Martinsfest gestern zunächst an der Kirche im Barbaraviertel, dann ging es zur Grundschule "Die Brücke" und anschließend wieder zurück.

In die Zukunft von St. Martin im Barbaraviertel blickt Niels Elsäßer mit positiver Stimmung. "Ich möchte die gute Arbeit meiner Vorgänger fortführen", sagt er, weist aber auch auf die nötigen Bedingungen hin. "Um das Martinsfest in unserem Viertel auch weiterhin so zu organisieren, brauchen wir beim nächsten Mal mehr Helfer."

Quelle: NGZ
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