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Neuss
Neun Fördervereine planen erstes gemeinsames Projekt für Jugendliche

Neuss: Neun Fördervereine planen erstes gemeinsames Projekt für Jugendliche
Projektmacher, stehend v. l.: Steffi Sassenrath, Gisela Werhahn, Jutta Zülow, Heidi Oldenkott-Gröhe. Christiane Werhahn, Dorothee Reinartz; Vorn v. l.: Astrid Suwelak, Volker Straufert, Gabi Becker und Rosemarie Steinhoff FOTO: A. Woitschützke
Neuss. Vertrauen und Wir-Gefühl - zwei Stichworte, die gerade Heranwachsenden Orientierung für ihr (künftiges) Leben geben können. "Teamfähigkeit ist wichtig", sagt Volker Staufert, "sie ist für Arbeitskollegen ebenso wichtig wie für pubertierende Jugendliche." Darum plant der Neusser ein Erlebnisprojekt, bei dem 12- bis 18-Jährige unter professioneller Anleitung gemeinsam auf Plattbootfahrt gehen oder eine Zirkus-Vorstellung einstudieren. Von Ludger Baten

Das Neue an der Idee: Sie wird erstmals von neun Vereinen aus dem Stadtgebiet getragen und gefördert, die sich alle um die Förderung von Kindern kümmern.

Volker Staufert spricht aus Erfahrung. Der ehemalige RheinEnergie-Vorstand, der einst auch an der Spitze des Kreissportbundes (KSB) stand, arbeitet über seine Volker-Staufert-Stiftung unter anderem viel mit dem Jugendhilfezentrum Rafaelshaus in Dormagen zusammen. Mit seiner Idee, gemeinsam ein Pilotprojekt für Jugendliche in der Pubertät aufzusetzen, lief er offene Türen ein. "In Neuss wird unglaublich viel Gutes und Wichtiges für Mädchen und Jungen getan", sagt Jutta Zülow, "aber die Hilfen hören dort auf, wo die Pubertät anfängt." Darum sei die Ausrichtung auf die Zielgruppe der Jugendlichen so reizvoll und wichtig.

Die Konzeption für dieses Erlebnisprojekt zu erarbeiten, war eins der konkreten Ergebnisse eines "Runden Tisches", zu dem sich jetzt Vertreter von neun Vereinen auf Gut Gnadental trafen, die sich alle um die Förderung von Kindern verdient machen: Sozialdienst Katholischer Frauen (skf), Kinderschutzbund, die Vereine Aktion Luftballon, Kleine Talente, Himmelblaue Traumfabrik, Initiative gemeinsam leben & lernen (Igll) sowie die Stiftung Tandem, Volker-Staufert-Stiftung und die Bürgerstiftung (Bü.NE).

Die Initiative, dieses Netzwerk zu knüpfen, ging von Heidi Oldenkott-Gröhe (Kleine Talente) aus, die in Jutta Zülow (Stiftung Tandem) eine Mitstreiterin fand. "Das ist kein geschlossener Kreis", versichert sie, "wir haben die Institutionen und Vereine eingeladen, die uns bekannt sind." Wer sich angesprochen fühle, sei willkommen: jutta.zuelow@zuelow.de. Es gehe darum zu wissen: Wen gibt es? Wer macht was? Wie können wir uns helfen? Was machen wir doppelt? "Die Hilfen bekommen ein Gesicht", sagt Jutta Zülow. Das sei ein erster Erfolg.

Quelle: NGZ
 
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