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Neuss
Neuss bewirbt sich bei der Stiftung "Lebendige Stadt"

Neuss. Alle Welt kommuniziert über E-Mails - aber Bürgermeister Reiner Breuer bekommt von Angelika Quiering-Perl als Vorsitzende des Partnerschaftskomitees einen Briefbeschwerer in Fahrradform geschenkt. Der allerdings war weniger gedacht, um dem Partnerschaftsdezernenten dabei zu helfen, Ordnung auf dem Schreibtisch zu halten, sondern ihn vielmehr an eine (leichtfertig?) gegebene Zusage erinnern: Eine Fahrradtour nach Chalons in der Champagne zu unternehmen. Anlass für dieses Versprechen war der Besuch von einer Delegation aus der Partnerstadt, zu der die Franzosen mit dem Fahrrad anreisten, um Anfang des Monats in Neuss die "Tour de France" zu erleben. Der Empfang dazu auf dem Kehlturm war das Highlight unter den Partnerschaftsaktivitäten in 2017. Auch deshalb zählt die älteste Städtepartnerschaft mit Chalons weiter zu den besonders aktiven der Stadt Neuss.

Der noch junge "Freundeskreis Partnerschaft Rijeka und Neuss" entfaltet langsam Wirkung. Eine Fahrt in die kroatische Partnerstadt im September ist ausgebucht. Mitinitiiert wurde diese Partnerschaft vom damaligen DRK-Geschäftsführer Peter Gronsfeld, der jetzt im Alter von 77 Jahren gestorben ist. Das Partnerschaftskomitee gedachte seiner in der jüngsten Sitzung in besonderer Weise.

Angesichts der innenpolitischen Lage in der Türkei bleibt es vorerst dabei, dass es keine offiziellen Reisen in die Partnerstadt Nevsehir oder ins befreundete Bolu geben wird. Der Antrittsbesuch des Bürgermeisters wurde vorerst aufgeschoben, während die Reise in die amerikanische Partnerstadt St. Paul jetzt für 2018 vorbereitet wird.

Bei den Kontakten mit dem russischen Pskow ist inzwischen von der Notwenigkeit humanitärer Hilfe nicht mehr die Rede, dafür aber von Studentenaustausch, gemeinsamen Fotoprojekten und Treffen beim gemeinsam besuchten Internationalen Hansetag in Kempen.

Die besondere Beziehung mit der Stadt Leuven/Löwen reift indes weiter. Die Stadt sammelt für ein besonderes Glockenspiel, das am 11. November 2018, zum 100. Jahrestag der Beendigung des Ersten Weltkrieges, eingeweiht werden soll und zumindest eine Glocke mit Namen Neuss haben wird. Breuer nannte dieses Engagement "kommunale Friedensarbeit". Er informierte das Komitee ferner darüber, dass sich Neuss bei der Stiftung "Lebendige Stadt" und beim Projekt "Europa bei uns zuhause" beworben hat.

(-nau)
 
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