| 15.00 Uhr

Feuer in Neuss
Bürger kritisieren Informationspolitik bei Großbrand

Neuss: Bürger kritisieren Informationspolitik bei Großbrand
Die Feuerwehr hatte die Bürger nicht darüber informiert, dass der Rauch, der von dem Brand ausging, nicht giftig war. FOTO: Daniel Bothe
Neuss. Nach dem Brand bei einem Entsorgungsdienst im Neusser Barbaraviertel bemängeln viele Bürger die Kommunikationspolitik von Feuerwehr und Polizei. Diese hatten nicht darüber informiert, dass der Brandrauch, der bis nach Meerbusch zog, ungiftig war. Von Simon Janßen

Noch bis Montagmittag war die Neusser Feuerwehr im Einsatz, um auf dem Gelände eines Entsorgungsdienstes im Barbaraviertel Glutreste abzulöschen. Am Samstagabend war laut Polizeiangaben im Außenbereich eine größere Menge von "Unrat" in Brand geraten. Wie dieser sich entzünden konnte, ist weiterhin unklar. "Wir sind dran, aber es gibt noch keine neuen Erkenntnisse über die Ursache. Aufgrund der großen Brandfläche stellen sich die Ermittlungen schwierig dar", sagte Polizeisprecherin Daniela Dessel auf Nachfrage unserer Redaktion. Menschen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden.

Fotos: Großbrand im Barbaraviertel FOTO: Feuerwehr Neuss

Insbesondere aus Meerbusch sind derweil kritische Stimmen über die angeblich fehlerhafte Kommunikation von Polizei und Feuerwehr zu hören. Nach Angaben von Ratsherr Christian Staudinger-Napp sei der Rauch insbesondere in den Stadtteilen Büderich und Strümp in die Räumlichkeiten von verschiedenen Wohnungen und Häusern gezogen. Wie der Neusser Feuerwehr-Leiter Joachim Elblinger mitteilt, seien jedoch kurz nach dem Brand Messungen an der Bockholter Straße, Gladbacher Straße und an der Xantener Straße vorgenommen worden – deren Ergebnisse seien nicht besorgniserregend gewesen. Lediglich ein Fahrradweg in der Nähe der Einsatzstelle wurde vorsorglich temporär gesperrt.

"Wir informieren die Bürger ja nicht darüber, dass alles in Ordnung ist", sagt Elblinger, der darauf aufmerksam macht, dass Anwohner im Ernstfall auch über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter oder auch über das Radio über eventuelle Gefahren in Kenntnis gesetzt werden können. Wie die Feuerwehr mitteilt, wurde die Einsatzstelle am Sonntag gegen 20 Uhr, also nach einem rund 24-stündigen Einsatz, an einen Verantwortlichen des Eigentümers übergeben. Weiteres Eingreifen der Feuerwehr war nicht mehr erforderlich. Seit Sonntagmittag überwacht eine Brandwache das Gelände weiter, um ein erneutes Entzünden zu verhindern.

Großbrand in Neuss
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Neuss: Bürger kritisieren Informationspolitik bei Großbrand


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.