| 18.22 Uhr

Neuss
Großbrand im Barbaraviertel gelöscht - Brandwache ist vor Ort

Großbrand in Neuss
Neuss. Auf dem Gelände eines Entsorgungsdienstes im Neusser Barbaraviertel an der Stadtgrenze zu Düsseldorf ist am Samstagabend ein Feuer ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauerten bis Sonntagmittag an.

Seit 20.46 Uhr am Samstag war die Neusser Feuerwehr mit einem Großaufgebot im Einsatz. Dabei standen – so eine Polizeisprecherin gegenüber unserer Redaktion – keine Gebäude in Flammen, sondern im Außenbereich sei eine größere Menge von "Unrat" aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten.

Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei sperrte die Bockholtstraße und sicherte den Einsatzort. Über 120 Feuerwehrleute waren mit 17 Fahrzeugen, darunter zwei Leiterfahrzeugen, im Einsatz. Erstmals wurde auch eine Flugdrohne zur Lagebeurteilung an der Brandstelle eingesetzt. 

Zunächst hatte die Feuerwehr keinen ungehinderten Zugang zum Wasser, da die Hydranten 200 bis 300 Meter weit weg waren. Es mussten Leitungen gelegt werden. Die Löscharbeiten dauern voraussichtlich noch bis zum Sonntagmittag an.  

Fotos: Großbrand im Barbaraviertel FOTO: Feuerwehr Neuss

Brennendes Material bestand aus Altholz und Grünabfällen

Das Brandgut, das auf einem Haufen mit einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern aufgetürmt war, wurde mit Hilfe des Technischen Hilfswerks mit Radladern auseinander gefahren und die letzten Glutnester abgelöscht. Anschließend war eine Brandwache vor Ort um ein mögliches erneutes Ausbrechen von Feuer zu verhindern. 

Ein Vertreter der betroffenen Entsorgungsfirma bezeichnete das brennende Material als Baumisch-Abfall, welches zum größten Teil aus Altholz und Grünabfällen bestand: "Das hätte eigentlich in die Müllverbrennung gehört", so der Ansprechpartner. Das Unternehmen sitzt seit elf Jahren an der Bockholtstraße. 25 Mitarbeiter sind an dem Standort beschäftigt. 

Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Die Feuerwehr hat einen Luftmesswagen aufgestellt. Der Rauch zog am Samstagabend in Richtung Büderich ab. Dort und auch in Strümp soll der Rauch teilweise auch in Wohnungen und Häuser gezogen sein, wie die Ratsfraktion Aktive Bürger Meerbusch berichtet: Bewohner hätten "teilweise mit Atembeschwerden reagiert. Tenor vieler Bürgeranfragen war die anscheinend fehlende Information an die Nachbargemeinden im Rhein-Kreis Neuss." 

(lue-/susa/dafi)
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