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Erste deutsche Astronautin auf der ISS
Eine Neusserin will ins Weltall

Neuss: Katharina Peters will als erste Astronautin ins Weltall auf die ISS
Katharina Peters aus Neuss möchte als erste deutsche Frau ins Weltall. FOTO: Peters
Berlin/Neuss. Die gebürtige Neusserin und promovierte Chemieingenieurin Katharina Peters ist unter den Top-Kandidatinnen im Rennen um einen Flug ins Weltall. Sie könnte die erste deutsche Astronautin auf der Internationalen Raumstation ISS werden.

Zuletzt war der deutsche Alexander Gerst auf der ISS – aber noch nie eine deutsche Frau. Das möchte Claudia Kessler, selbst Luft- und Raumfahrttechnikern, gerne ändern. Die private Initiative "Die Astronautin" hat daher die Stelle für die erste deutsche Frau im Weltall ausgeschrieben. Beworben hatten sich 400 motivierte Kandidatinnen: Ingenieurinnen, Pilotinnen und Wissenschaftlerinnen – darunter auch die inzwischen in Berlin lebende Katharina Peters aus der Quirinusstadt Neuss.

Zur Schule ging sie auf das naturwissenschaftlich ausgerichtete Marie-Curie-Gymnasium. Danach studierte sie Chemieingenieurwesen (eine Kombination aus Maschinenbau und Chemie) in Karlsruhe und promoviert dort im Anschluss. Nach einer Zeit als Unternehmensberaterin bei McKinsey & Company stieß sie Anfang des Jahres die Gründung von "Future Of Voice" in Berlin mit an. Nachdem die Eckpfeiler des Geschäftsmodells definiert waren, schloss sie sich der Neugründung "Automotive Quality Institute" an, um wieder im ingenieurwissenschaftlichen Bereich tätig zu sein.

Alexander Gerst von der ISS zurückgekehrt FOTO: dpa

Nun wurden in Berlin neben Katharina Peters etwa 70 Top-Kandidatinnen der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Tests – unter anderem beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt – folgen, so dass im März kommenden Jahres zwei Kandidatinnen feststehen, die zu Astronautinnen ausgebildet werden. Vielleicht ist Katharina Peters die Kandidatin, die dann ins Weltall fliegen darf und auf der ISS wissenschaftliche Experimente durchführen kann.

Die Internationale Raumstation ISS ist das größte Technologieprojekt aller Zeiten: sozusagen ein Außenposten der Menschheit im All und zugleich ein fliegendes Labor mit zahlreichen Möglichkeiten für Wissenschaft und industrielle Forschung. Seit dem 2. November 2000 ist die ISS dauerhaft von Astronauten bewohnt. Seit 1998 befindet sich die ISS im Bau. Zurzeit ist sie das größte künstliche Objekt im Erdorbit und kreist in rund 400 Kilometern Höhe um die Erde.

Quelle: NGZ
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