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Neuss
Neuss lädt zu Wander-Erlebnissen ein

Neuss: Neuss lädt zu Wander-Erlebnissen ein
Elf Wanderwege unterhält Charles Jacoby mit seinen zwei Kollegen. Dank Strecken von fünf bis 20 Kilometern ist für jeden etwas dabei. Erkennbar sind die Rundwege an der schwarzen Markierung auf weißem Grund. FOTO: Anja Tinter
Neuss. Die Neusser Ortsgruppe des Eifelvereins unterhält elf Wanderwege, auf denen man das Neusser Stadtgebiet nicht verlassen muss. Drei Wegewarte halten die grünen, familienfreundlichen Pfade ihrer Heimat in Schuss. Von Julia Rommelfanger

Den Kinderbauernhof kennt Charles Jacoby ziemlich genau. Vorbei an Ponys, Esel, Ziegen und Schafen führt sein Lieblingsweg weiter in den Neusser Süden. Diesen Weg A8 betreut die Neusser Ortsgruppe des Eifelvereins schon mehr als 30 Jahre lang, genau wie zehn weitere Wege, die durch das Stadtgebiet führen. "Die Wege bieten Neussern, die ohne lange Anfahrt wandern wollen, eine ideale Möglichkeit, ihre Heimat zu erkunden", sagt Jacoby. Als Wegewart kümmert sich der 71-Jährige gemeinsam mit Alfred Schilling und Werner Menzel seit vielen Jahren um die fünf bis 20 Kilometer langen Rundwanderwege, auf denen man das Stadtgebiet nicht verlassen muss. "Viele wissen gar nicht, wie viel Grün es in Neuss gibt - rund ein Viertel des Stadtgebiets ist Grünfläche", erklärt Jacoby. Daher ist man von überall her schnell in der Natur - und alle Generationen haben in Neuss die Möglichkeit, ihre Heimat auf "grünen Pfaden" zu erwandern, denn die meisten Wege sind auch für unerfahrene Wanderer, ältere Menschen und Kinderwagen geeignet und entweder per Bus oder Auto über Wanderparkplätze erreichbar.

Der Weg A1, der am Parkplatz am Jröne Meerke losgeht und über 6,5 Kilometer durch den Grünzug Vogelsang, das Pappelwäldchen und zurück in den Jröne Meerke führt, kann sogar per Rollator erwandert werden. "Viele Wege kann man abkürzen oder eine zusätzliche Schleife machen, auf der es etwas Besonderes zu entdecken gibt", erklärt Jacoby, der auch als Wanderführer für den Eifelverein tätig ist. Eng wird es nur auf schmalen Pfaden an der Erft von Selikum nach Weckhofen. "Diese Wege würde ich selbst bei Nässe meiden."

Am Kinderbauernhof als attraktivem Ort für Familien befindet sich der Knotenpunkt vieler Neusser Wanderwege, die auf einer Übersichtskarte ausgezeichnet sind. Sie führen entweder weiter gen Süden, am Rhein oder am Norfbach entlang, nach Uedesheim und Rosellerheide - oder bis in die Innenstadt. Am Pizzatürmchen und am Eingang des Hauptbahnhofs können sich Wanderfreunde an weiteren Übersichtskarten orientieren.

Drei Wege hat Jacoby bereits auf der Internetseite der Ortsgruppe genau beschrieben. Bis Frühling plant er, alle elf Wanderungen zu erfassen. "Wir laufen alle Wege in regelmäßigen Abständen ab, prüfen die Begehbarkeit und melden Schäden oder fehlende Auszeichnungen", erklärt der erfahrene Wanderer, der seit 15 Jahren Teil der 700 Mitglieder starken Ortsgruppe ist. Sein Lieblingsweg A8 startet in Selikum und windet sich in einer "Acht" etwa 20 Kilometer lang in südlicher Richtung. Die beiden Schleifen können einzeln als Rundwege erwandert werden. Die zweite Schleife beginnt in Grimlinghausen und führt den Rhein entlang nach Uedesheim "Für jeden ist etwas dabei - die Enkel erfreuen sich am Tiergehege und Spielplatz, Kulturliebhaber bewundern die 1809 erbaute Schleuse im Selikumer Park aus der Zeit Napoleons und Naturfans genießen den Blick über den Rhein."

Quelle: NGZ
 
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