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Neuss
Stadt schult Mitarbeiter nach Virus-Attacke auf das Lukas

Neuss schult Mitarbeiter nach Virus-Attacke auf das Lukaskrankenhaus
Dolores Burkert, Personaldezernentin der Stadt Neuss. FOTO: "Tinter, Anja (ati)"
Neuss. Einen finanziellen Schaden von rund 750.000 Euro hat die Virus-Attacke auf das Lukaskrankenhaus verursacht, die Mitte Februar das gesamte IT-Netzwerk der Klinik für mehrere Tage lahmgelegt hatte. Ein Vorfall, der scheinbar auch die Stadt Neuss beim Thema IT-Sicherheit sensibilisiert hat.

So wird es im April eine verpflichtende Schulung für alle Mitarbeiter der Verwaltung geben, die mit Rechnern arbeiten. Ein Startschreiben wurde bereits an sämtliche Dienststellen gesendet.

"Bei dieser Sensibilisierungsmaßnahme lernen die Mitarbeiter anhand von Schulungsfilmen, Flyern und Broschüren, wie man sich grundsätzlich im Umgang mit Computern zu verhalten hat. Das tun wir, damit wir nicht Gefahr laufen, dass aufgrund eines Mitarbeiterfehlers die ganze Stadt stillgelegt wird", sagt Dolores Burkert, Personaldezernentin der Stadt Neuss. Darüber hinaus sei die IT-Notfallplanung aus dem Jahr 2014 auf den neuesten Stand gebracht worden. Bei den Schulungen werden sowohl der sensible Umgang mit Dateianhängen bei E-Mails als auch die Gefahren beim Anklicken nicht vertrauenswürdiger Links angesprochen.

Laut Burkert sei die Attacke auf das Lukaskrankenhaus zwar ein warnendes Beispiel gewesen, dennoch sehe sich die Stadt Neuss im Bereich der IT-Sicherheit gut aufgestellt: "Es ist nicht so, dass wir da völlig kalt erwischt werden könnten." Nach Angaben der Verwaltung habe die Stadt allein im Zeitraum vom 18. Januar bis zum 17. Februar 6,3 Millionen Mails erhalten. Davon seien 5,6 Millionen - also 88,6 Prozent - herausgefiltert worden. 700.00 Mails galten als ungefährlich.

Das kommunale Datenrechenzentrum des Rhein-Kreises Neuss und seiner acht Städte und Gemeinden ist die IT-Kooperation (ITK) Rheinland. Der Kreis reagierte bereits kurz nach der Virus-Attacke auf das Lukaskrankenhaus und ließ unter anderem nur noch PDF- und TXT-Dateien als E-Mail-Anhänge zu. Das wird sich bis auf Weiteres auch nicht ändern.

(jasi)
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