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MM-Karton in Neuss
Wie es nach dem 28-Stunden-Brand in der Papierfabrik weitergeht

Feuer in Papierfabrik in Neuss
Feuer in Papierfabrik in Neuss FOTO: Daniel Bothe
Neuss. Wie geht es bei MM-Karton nach dem 28-Stunden-Feuer in Neuss weiter? Die Stadt prüft, ob das Unternehmen Kosten übernehmen muss, die Produktion in der Fabrik ist unterdessen wieder angelaufen. Von Andreas Buchbauer

Nach dem Großbrand im Außenpapierlager der Firma FS Karton ermittelt die Feuerwehr derzeit die Kosten für den Einsatz. "Da auch Einsatzkräfte aus anderen Kommunen vor Ort waren, ist dies noch nicht abgeschlossen", erklärt Tobias Spange vom Presseamt der Stadt Neuss.

Möglicherweise muss die Firma einen Teil der Kosten übernehmen. "Sonderlöschmittel, wie sie bei dem Großbrand eingesetzt wurden, können in Rechnung gestellt werden", sagt Spange.

Das Feuer, das am Freitag um kurz nach 14 Uhr in dem Betrieb an der Düsseldorfer Straße ausgebrochen war, hatte die Feuerwehr rund 28 Stunden lang beschäftigt. Stadtbrandmeister Joachim Elblinger erklärte am Montag auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Lage vor Ort an den Großbrand vor sieben Jahren erinnert habe. Besondere Auffälligkeiten habe es aber - abgesehen von der Größe der Schadenslage - nicht gegeben. Noch unklar ist, weshalb das Feuer ausbrach. Die Polizei hat Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen kann eine vorsätzliche Brandlegung ausgeschlossen werden.

Ein Sprecher der Mayr-Melnhof-Gruppe (MM-Karton), zu der FS Karton gehört, erklärte am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion, dass die Produktionsanlage am Freitag wegen des Feuers aus Sicherheitsgründen für 24 Stunden abgestellt worden sei. "Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme", betonte der Sprecher. Die Auslieferung an die Kunden sei trotz des Feuers uneingeschränkt erfolgt.

Zur Höhe des entstandenen Schadens machte der Unternehmenssprecher von MM-Karton keine Angaben. Er sagte lediglich, dieser bewege sich "im überschaubaren Rahmen". Nähere Details nannte er nicht. Er sprach davon, die "ausgefeilte Notfallplanung des Unternehmens" habe dazu geführt, dass der Brand relativ begrenzt blieb. Die Feuerwehr war rasch vor Ort und verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude und die Produktionsanlagen.

Quelle: NGZ
 
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