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Neuss
Neuss wird Gastgeber der Special Olympics NRW

Neuss. Die Stadt hat den Zuschlag für die Landesspiele für Menschen mit geistiger Behinderung erhalten. Von Stephan Glasmacher

Die entscheidenden Vereinbarungen sind getroffen, nun ist es offiziell: Die nächsten NRW-Landesspiele der Special Olympics finden im Sommer 2017 (10. bis 12. Juli) in Neuss statt. Das gaben gestern Morgen Bürgermeister Reiner Breuer und Gerhard Stiens, Vorsitzender von Special Olympics NRW (SO NRW), bekannt. Damit wird Neuss Nachfolger von Paderborn, das 2015 die ersten NRW-weiten Spiele für Sportler mit geistiger Behinderung ausgerichtet hatte.

Bei den Landesmeisterschaften werden im nächsten Juli knapp 1000 Athleten in elf Sportarten an den Start gehen. "Wir als Stadt Neuss sind sehr froh und stolz darauf, dass wir den Special Olympics hier Platz bieten können", sagte Reiner Breuer und verwies dabei auf die lange Neusser Tradition im Inklusionssport mit zahlreichen Fußball-, Tennis- und Tischtennisturnieren. Auch Gerhard Stiens weiß um den Vorteil, dass in Neuss im Sport für Menschen mit geistiger Behinderung bereits funktionierende Strukturen bestehen. "Nach den ersten Gesprächen haben wir bestätigt bekommen, dass Neuss ein idealer Standort ist", sagte der SO-NRW-Vorsitzende. Bei den ersten Planungen sei unter anderem auch über mögliche Wettkampfstätten diskutiert worden. Demnach bildet der Bereich um das Schulzentrum im Neusser Süden das Herzstück der Spiele. Dort sollen unter anderem die Sportarten Tennis (Tennisclub Grün-Weiß Neuss) und Leichtathletik (Ludwig-Wolker-Sportanlage) ausgetragen werden. Das Jahnstadion, die Elmar-Frings-Sporthalle, die Turnhallen der Maximilian-Kolbe-Schule, des Humboldt-Gymnasiums und der Dreikönigenschule sowie die Bezirkssportanlage Reuschenberg sollen ebenfalls für die Landesspiele zur Verfügung gestellt werden.

Gespräche von Special Olympics NRW mit den Stadtwerken bezüglich des Stadtbads (Schwimmen) und der Eissporthalle, wo neben Boccia und Inlineskating auch die Eröffnungsfeier mit mehr als 2000 Zuschauern stattfinden soll, stehen kurz vor dem Abschluss. Einzig für Reiten und Golf hätten sich noch keine Wettkampfstätten gefunden, so Stiens, der sich dennoch sehr optimistisch zeigt, dass sich in den kommenden Wochen und Monaten noch geeignete Anlagen finden lassen. Die Kosten für die NRW-Landesspiele hielten sich für die Stadt in Grenzen, wie Sportdezernent Matthias Welpmann betonte. "Der Beitrag der Stadt ist die unentgeltliche Bereitsstellung der Sportstätten", erläuterte er, "die Kosten sind also überschaubar."

Da fast genau ein Jahr vor den Spielen nun der Startschuss für die Planungen gefallen ist, gab Breuer nun die Richtung für das Vorgehen der Stadt bezüglich der Landesmeisterschaften vor. "Wir werden versuchen, die Neusser für die Spiele zu begeistern", sagte der 47-Jährige, der sich in den kommenden Monaten mit den Mitarbeitern der Stadt beraten will, wie sowohl in Neuss als auch überregional für die Spiele geworben werden kann.

Christoph Schmitz, Athletensprecher der Special Olympics NRW, zeigte sich erfreut, dass die NRW-Landesmeisterschaften von Special Olympics nächstes Jahr zum ersten Mal in seiner Neusser Heimatstadt stattfinden werden. Abschließend äußerte der Tennisspieler vom NTC Stadtwald einen Wunsch: "Ich hoffe, dass am Ende alle mit strahlenden Gesichtern nach Hause fahren und sagen: Die Spiele in Neuss waren toll."

Quelle: NGZ
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