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Neuss
Neusser Grenadiere streichen Oktoberfest aus Programm

Neuss. Kann man von einem Korpsfest sprechen, wenn nur ein Drittel der Züge beteiligt? Erst recht, wenn unter dem Strich 1500 Euro Minus gemacht werden? Nein, war die Meinung von Vorstand und Achterausschuss des Neusser Grenadierkorps, die ein solches Zuschussgeschäft nicht fortsetzen wollen. Sie begruben deshalb nach vier Ausgaben das Oktoberfest - zumindest für das nächste Jahr. "Schweren Herzens", wie der Vorsitzende Rainer Halm am Freitagabend den 170 Teilnehmern der Jahreshauptversammlung im Marienhaus versicherte.

Das Fest ist nicht der einzige Verlustbringer, der auf schlechte Beteiligung zurückzuführen ist. Auch die Korpsschießen bezuschusste Schatzmeister Cornel Tilmes mit 1000 Euro netto. Leisten kann sich das Korps das dank etlicher Spenden - und weil die Einnahmen aus dem Programmheft die Druckkosten um das Dreifache übersteigen. Die Grenadiere können sogar eine Rücklage bilden, um ihre Fackelbauhalle mit neuer Tür und neuer Technik zu sichern. Einbrüche, wie sie auch Fackelbauer anderer Korps trafen, erzwingen diese Investition.

Vorstandsmitglied Eric Cieslak wurde bei den Wahlen genau wie Thorsten Harlizius, Karl-Heinz Gingter, Frank Kucks und Thomas Laux im Achterausschuss ohne Gegenstimme bestätigt. Für den als Regimentsadjutanten ausgeschiedenen Ben Dahlmann wählte die Versammlung Christoph Storm (30) neu in den Achterausschuss.

Nachdem das Korps die Aufnahme in das Vereinsregister und eine neue Satzung beschlossen hatte, bat Halm noch, sich den September 2018 vorzumerken. Weil ihr Korps 195 Jahre alt wird, wollen Neusser Grenadiere bei der Steubenparade in New York mitmarschieren.

(-nau)
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