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Neuss
Neusser Hafen verliert 7,4 Prozent Güterumschlag

Große Arbeitgeber aus dem Rhein-Kreis Neuss
Große Arbeitgeber aus dem Rhein-Kreis Neuss FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Die Neuss-Düsseldorfer Häfen haben im vergangenen Jahr deutlich an Güterumschlag verloren. Der Gesamtumschlag ging um 7,0 Prozent auf 9,27 Millionen Tonnen zurück, teilte das statistische Landesamt it.NRW mit.

Auf Neusser Seite betrug der Rückgang 7,4 Prozent (7,32 Millionen Tonnen), in Düsseldorf war der Verlust mit 5,6 Prozent (1,96 Millionen Tonnen) etwas moderater. Der Verlust an Gesamtumschlag ist bemerkenswert, weil die umgeschlagene Menge landesweit um 2,2 Prozent gestiegen ist. Auch die Rhein-Häfen in Duisburg (plus 3,9 Prozent, 52,4 Millionen Tonnen) und Köln (plus 0,1 Prozent, 13,1 Millionen Tonnen) gewannen Gütermengen hinzu.

Für die Betreibergesellschaft der Neuss-Düsseldorfer Häfen ist dieses Ergebnis aber kein Grund zur Beunruhigung. "Das ist eine ganz normale Schwankung im Güterumschlag. Wir hatten vor allem bei der Kohle, bei Eisenerz und bei Baustoffen einen Rückgang", sagte Hafensprecher Thomas Düttchen. "Das hat aber konjunkturelle Gründe." 2013 sei gerade bei der Kohle ein sehr starkes Jahr gewesen. Nun habe sich auch der milde Winter bemerkbar gemacht. Landesweit ist der Umschlag von Erzen, Steinen, Mineralöl, Kohle und chemischen Erzeugnissen an den NRW-Binnenhäfen im abgelaufenen Jahr im Gegensatz zu Neuss und Düsseldorf aber gestiegen. Der Brand in der Neusser Ölmühle C. Thywissen, die einen Produktionsausfall zur Folge hatte, habe hingegen gar nicht so stark zu Buche geschlagen.

Die Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH veröffentlicht ihre Ergebnisse erst im Mai zusammen mit der Häfen und Güterverkehr Köln AG. Beide betreiben das Tochterunternehmen Rheincargo.

(angr)
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