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Neuss
Neusser Innenstadt verändert ihr Gesicht

Neuss. Die Stadt rückt ans Wasser und bekommt an seiner Ostseite eine neue Silhouette. Der städtebauliche Umbau dauert noch an. Die millionenschweren Investitionen sind auch ein gewaltiges Finanzierungs- und Beschäftigungsprogramm. Von Ludger Baten

Die Hessentorbrücke ist der ideale Standort. Wer sich dort um 360 Grad um die eigene Achse dreht, dem wird bewusst, wie sehr Neuss an seiner Ostseite seine Silhouette verändert hat. Mit dem Landestheater (und dem Kreishaus) fing 2000 alles an. "Haus am Pegel" und das Romaneum folgten. Zum Jahreswechsel ziehen die ersten Mieter ins Kopfgebäude. Und es geht weiter: Auf dem Werhahn-Gelände rollen in absehbarer Zeit die Bagger an.

Wer den Radius weiter fasst, der denkt an die Möbelhaus-Pläne im Hammfeld und an das Jobcenter hinter dem Bahnhof. Kräne sind das Symbol fürs prosperierende Neuss. In diesen großen Bauprojekten besitzt Neuss ein gewaltiges Finanzierungs- und Beschäftigungsprogramm. Weiterer Handlungsbedarf besteht. Da ist der Wendersplatz nur ein Stichwort. Die NGZ skizziert stellvertretend vier Projekte vor, die aktuell für Stadtentwicklung stehen.

In Betrieb Das zwölf Millionen Euro teure Jobcenter an der Karl-Arnold-Straße fährt in diesen Tagen seinen Betrieb hoch. Dort werden rund 230 Mitarbeiter aus bisher vier Standorten zusammengezogen. Das fünfgeschossige Gebäude, in Modulbauweise errichtet, bietet 6500 Quadratmeter Nutzfläche für 200 Büros. Experten erwarten, dass vom Jobcenter eine Signalwirkung für das bisher schmucklose Viertel "henger de Bahn" ausgehen wird.

In Fertigstellung Das Kopfgebäude, nach Plänen des Neusser Architekten Oliver Ingenhoven gebaut, ist fast fertig. Mit dem Jahreswechsel werden die Mieter einziehen. Die Stadthafen GmbH, eine Tochter der städtischen Bauverein AG, hat dort fünf Millionen Euro investiert.

In Planung Allein für das Hammfeld-Grundstücks zahlt Kurt Krieger 30 Millionen Euro, um darauf ein 45 000 Quadratmeter großes Höffner-Möbelhaus zu bauen. Mit dem Abriss des Reitstalls Schanowski am Derendorfweg beginnt die Bauphase. Krieger will weitere Flächen im Hammfeld II entwickeln. Im Endergebnis könnten der Stadt Neuss 47 Millionen Euro zu fließen.

In Diskussion Wohnungen oder Volksbank-Zentrale? Diese Frage ist für das Münsterschul-Areal noch nicht beantwortet. Gegen die geplante Wohnbebauung protestieren die industriellen Anrainer. Ihren alternativen Vorschlag hat Architekt Oliver Ingenhoven geplant: die neue Volksbank-Zentrale. Die endgültige Entscheidung steht noch aus.

Quelle: NGZ
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