| 00.00 Uhr

Neuss
Nur 1,5 Prozent aller Neusser spenden Blut

Neuss. Der DRK-Kreisverband Neuss ehrt langjährige Unterstützer. Matthias Ollig wird für 150 Blutspenden ausgezeichnet.

Blutspenden werden nicht nur gebraucht, um Unfallopfern zu helfen. Darauf wies Sigurd Rüsken bei der Ehrung verdienter Blutspender hin. "Die meisten Blutkonserven werden heute bei Krebstherapien und Organspenden benötigt", ergänzte der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes am Sonntag in der Wache am Südpark und hatte auch ein Beispiel zur Hand. Für eine Lebertransplantation würden 60 Blutspenden gebraucht - von derselben Blutgruppe und mit demselben Rhesusfaktor. Bei rund 80 Spendern, die durchschnittlich zu einem Termin erscheinen und die natürlich nicht die gleiche Blutgruppe haben, könne man erahnen, so Rüsken, wie viel Aufwand betrieben werden muss, um helfen zu können. Der Appell des ehemaligen Krankenhauschefs war deshalb eindeutig: "Überzeugen Sie ihre Mitmenschen, dass jeder von uns helfen kann."

Matthias Ollig wird man nicht mehr überzeugen müssen. Der Neusser ist vielmehr das, was man eine Bank nennt. Seit Jahren kann das DRK auf seine Hilfe bauen - und konnte ihn jetzt für die 150. Spende auszeichnen. Bereits 125 Mal ist Angelika Thamm-Grob zur Spende erschienen, 100 Mal ließen sich Wolfgang Hauer, Dieter Kircher und Adam Schülgen von den Aufrufen zur Blutspende mobilisieren. Insgesamt ehrte das DRK am Sonntag 21 Männer und Frauen, die 25 Mal oder öfter zur Blutspende gekommen waren. 39 weitere Jubilare konnten an der Feier nicht teilnehmen. Insgesamt bot das DRK Neuss im vergangenen Jahr 38 Blutspendetermine an. 3341 Blutkonserven wurden dabei entnommen, 340 stammten von Erstspendern. Bezogen auf die Einwohnerzahl von Neuss heißt das: Die Zahl der Blutspender liegt bei 1,5 Prozent.

(-nau)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Neuss: Nur 1,5 Prozent aller Neusser spenden Blut


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.