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Neuss
Ökumenische Erklärung liegt vor

Neuss: Ökumenische Erklärung liegt vor
Sebastian Appelfeller (evangelisch), Panagiotis Tsoubaklis (griechisch-orthodox) und Guido Assmann (katholisch) reisten nach Rom. FOTO: Kirche
Neuss. In der Krypta St. Quirin wird vollendet, was beim Christenkonvent begann.

In der Krypta der Basilika St. Quirin wird am morgigen Sonntag, 5. November, um 17.30 Uhr eine Neusser Erklärung zur Ökumene vorgestellt. Die Arbeit daran war vor einem Jahr und damit zu Beginn des Reformationsjubiläums von katholischer Seite aus angestoßen worden. Hinter dieser Initiative stand auch die Idee, eine Antwort auf eine große Geste der evangelischen Christen im Quirinusjahr 2000 zu formulieren. Damals hatten evangelische Pfarrer in Anwesenheit des Kölner Erzbischofs bei der Quirinus-Prozession eine Erklärung verlesen, nach der der Heilige und Stadtpatron St. Quirin auch für die evangelischen Christen ein Vorbild des Glaubens sei.

Die Erklärung hatte im März einen in dieser Form noch nie gesehenen Christenkonvent beschäftigt. Dabei ging es um den Austausch von Glaubensfragen, wobei der Bezug zum Alltag allgegenwärtig war. Zielführend waren Fragen wie "Wo finden sich christliche Glaubenszeugnisse in Neuss? "Wofür tragen wir Verantwortung?" aber auch: "Wie leben wir gemeinsam Spiritualität?" und "Wie erneuern wir heute unseren Glauben, unsere Beziehungen zu Gott und zu unseren Mitmenschen in Neuss?" Eine Arbeitsgruppe hat die Gedanken der Konventteilnehmer weiterentwickelt und in einer Erklärung von Kreiskatholikenrat und dem Verband der evangelischen Kirchengemeinden in Neuss ausformuliert. Wer möchte, kann die Erklärung im Anschluss an eine ökumenische Andacht vor dem Altar unterzeichnen.

Ein besonderes Zeichen der Ökumene setzten jetzt die drei Neusser Pfarrer Monsignore Guido Assmann (katholisch), Panagiotis Tsoubaklis (griechisch-orthodox) und Sebastian Appelfeller (evangelisch), die zusammen den Vatikan und dort eine Audienz von Papst Franziskus besuchten. Im 500. Jahr der Reformation und 1200 Jahre nach Trennung der Orthodoxie, so hatte Assmann vor zwei Jahren angeregt, sollte diese gemeinsame Reise nach Rom deutlich machen, wie viel Geschichte die Christen aller Konfessionen teilen und wie wichtig es ist, eine gemeinsame Zukunft zu gestalten.

(-nau)
 
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