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Serie Unsere Seelsorger
Pastoralreferentin ist ihr Traumberuf

Neuss. Im September wird Judith Nieder im Kölner Dom ihre offizielle Beauftragung erhalten. Von Elisabeth Keldenich

Kaarst Judith Nieder hatte in der zehnten Klasse ein entscheidendes Erlebnis: "In meiner Gemeinde war ein Pastoralrefent tätig und so wurde ich auf diesen Beruf aufmerksam", erinnert sie sich. 1986 wird Nieder als Älteste von zwei Töchtern in Köln geboren. "Ich bin aber in Düsseldorf aufgewachsen", sagt sie schmunzelnd. Ihr Elternhaus ist christlich engagiert und sie genießt dort eine klassische religiöse Erziehung. In Bonn beginnt sie nach dem Abitur das Studium der Diplom-Theologie, unbedingte Voraussetzung für den Beruf des Pastoralreferenten. "Das schließt auch eine Schulausbildung für die Sekundarstufe 1 mit ein", erläutert Nieder.

Den zehn Semestern Theorie schließt sich eine dreijährige praktische Ausbildung in diversen Gemeinden an. Das erste Jahr verbringt Nieder in Köln-Sülz, seit 2013 vervollständigt sie ihre Ausbildung in Kaarst. "Ich habe Residenzpflicht", erzählt sie und fügt hinzu: "In Kaarst fühle ich mich sehr wohl!" Im September wird sie im Kölner Dom ihre offizielle Beauftragung erhalten und darf sich dann Pastoralrefentin - bisher Pastoralassistentin - nennen.

In ihrem Beruf kann sie bei der Familienarbeit in den Kindertagesstätten, der Gottesdienstvorbereitung, der Erwachsenenbildung der Erzieherinnen, der ökumenischen Arbeit in den Förderschulen und der Kommunion- und Firmvorbereitung eingesetzt werden. Nieder hat ihren Schwerpunkt im Seelsorgebereich Kaarst-Büttgen vor allem auf die drei Familienzentren (zertifizierte Kindergärten) gelegt. Außerdem bringt sie die Krankenkommunion zu älteren Gemeindemitgliedern. "So erlebe ich ein sehr vielfältiges Arbeitsspektrum", erzählt sie. "In den Kindertagesstätten liegt der Focus auf der religionspädagogischen Arbeit mit den Erziehern. Dieser Austausch ist ein stetiges Geben und Nehmen", so Nieder. "Die Familien dienen als Anknüpfungspunkt, um die Menschen anzusprechen und Kontakt zu jungen Erwachsenen zu finden", erklärt sie ihre Tätigkeit.

Auf der anderen Seite sind ihr die Besuche der älteren Gemeindemitglieder genauso wichtig. "Eine gute Begleitung ist für mich moderne Seelsorge", findet sie. Die Arbeit im Team des Seelsorgebereichs klappe gut, sagt Nieder. Als einzige Frau sei ihr Blickwinkel ein anderer. Ihr Mentor Diakon Martin Becker habe sie die ganze Zeit über sehr gut begleitet.

Nieder ist seit einem Jahr verheiratet und pflegt mit ihrem Mann das Hobby des Standardtanzes. Außerdem singt sie und spielt Geige. Den Urlaub verbringt sie ebenso gern im Gebirge wie am Meer.

Quelle: NGZ
 
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