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Neuss
Pausenplatz im Rheinpark verschandelt

Neuss: Pausenplatz im Rheinpark verschandelt
Außen Edelstahl, innen Holz - und überall Graffiti: Einer der Würfel steht an der Boulebahn im Rheinpark und soll Spaziergängern unter anderem als Pausenplatz dienen. FOTO: A. Buchbauer
Neuss. Zwei begehbare Würfel lockern den Rheinpark auf. Sie sollen Spaziergängern unter anderem als Unterstand und bei Pausen während der Wanderung dienen. Allerdings sorgt das Erscheinungsbild eines Würfels für Unmut. Von Andreas Buchbauer

Wenn es um Naherholung im Neusser Stadtgebiet geht, dann zieht es viele Bürger in den Rheinpark. Im Zuge der grenzüberschreitenden Initiative "Euroga 2002plus" ist der rund 29 Hektar große Landschaftspark, der 2004 nach umfangreichen Bau-und Pflanzarbeiten eröffnet wurde, entstanden. Die Neusser wissen, was sie an ihrem Rheinpark haben. "Das Gelände hat sich wahrhaftig zu einer Perle im stadtnahen Erholungsgebiet entwickelt", betont der Architekt und Heimatfreund Otto Saarbourg.

Zwei begehbare Würfel lockern das Areal auf. Einer steht in der Nähe des Sporthafens, der andere nicht weit von Euromoda und der Hundeauslauffläche entfernt. "Die beiden Rechteckbaukörper mit den großen runden Zugängen sollten einstmals als Pausensitzplatz dienen", erklärt Saarbourg. "Kurze Zeit nach der Einweihung des neuen Erholungsgebietes haben Übeltäter die Anlage unweit der Südwestspitze des Rheinparks abgefackelt und zu einem hässlichen Schandobjekt verunstaltet." Die Stadt richtete den Würfel zwar wieder her. "Der Fokus lag dabei auf der Außenverkleidung. Sie wurde wieder wie vorher gestaltet", sagt Tobias Spange vom städtischen Presseamt.

Otto Saarbourg allerdings sieht klaren Nachbesserungsbedarf. "Den Versuch einer neuen Bekleidung der rekonstruierten Außenwände des Baukörpers muss man als misslungen bezeichnen", moniert Saarbourg. Die Reste des Unterstandes seien an Hässlichkeit nicht zu überbieten - ein Ärgernis für alle Wanderer oder Jogger, die die Natur im Rheinpark genießen möchten. "Sollte wirklich ein Ersatz dieser Einrichtung aus Kostengründen scheitern, so sollte man wenigstens die hässlichen Reste der Anlage abbauen und ersatzlos entsorgen", meint Saarbourg. Die Reste würden die ansonsten "wunderschöne Landschaft" verunstalten.

Im Inneren sind die Wände des Würfels ebenfalls beschmiert. FOTO: AndreasB uchbauer

Im Rathaus allerdings hält man von solchen Plänen wenig. "Ein Abriss ist nicht geplant", stellt Tobias Spange klar. Und weitere Aufhübschungsarbeiten stünden auch nicht auf der Agenda.

Die Stadt habe den Würfel nach dem Brand wieder hergerichtet, und dabei bleibe es.

Quelle: NGZ
 
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