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Neuss
Plüschiger Publikumsmagnet

Neuss: Plüschiger Publikumsmagnet
Eine Plüsch-Maus als Star: Die überdimensionale orange-farbene Maus – bekannt aus der gleichnamigen Kindersendung – war der Renner. Einige Kinder brachten ein kleineres Modell sogar von zu Hause mit (r.o.). Aber auch die anderen Attraktionen wie die Ziegelhersstellung (r.u.) kam gut an. FOTO: L. Berns
Neuss. Über 20 000 Besucher kamen am Sonntag zum Familienfest des Rhein-Kreises Neuss aufs Dycker Feld bei Jüchen. Ein Andrang, den die Organisatoren dem schönen Wetter und dem Ehrengast, der "Maus", zu verdanken hatten. Von Hendrike Spaar

Rhein-Kreis Neuss Kleine Kinder und Geduld – diese beiden Dinge passen in den seltensten Fällen zusammen. Deshalb dürfte sich am Sonntag Nachmittag in einigen der zahlreichen Familienkutschen bei sommerlichen Temperaturen das ein oder andere kleine Drama abgespielt haben. Denn wer sich auf den Weg zum großen Familienfest des Rhein-Kreises Neuss aufs Dycker Feld gemacht hatte, der brauchte Geduld – Wartezeiten bei der Parkplatzsuche von bis zu einer halben Stunde waren keine Seltenheit.

Doch das Warten sollte sich lohnen, denn das, was die Organisatoren auf dem rund 73 Hektar großen Areal in der Nähe von Schloss Dyck auf die Beine gestellt hatten, entschädigte Groß und Klein und ließ die Strapazen der Anreise schnell vergessen. So verwundert es auch nicht, dass man überall in strahlende und staunende Kinderaugen schauen konnte.

Die pure Begeisterung war auch auf dem Gesicht der kleinen Emma zu erkennen. Mit großen dunklen Kulleraugen beobachtet die Sechsjährige die überdimensionale orangefarbene Plüsch-Maus und zerrt ihre Mutter Richtung Bühne: "Die kenne ich aus dem Fernsehn", erklärt das kleine Mädchen selbstbewusst, "die ist ganz lustig, aber wo ist denn eigentlich der blaue Elefant?"

Der tauchte zwar nicht auf, aber auch die Maus – bekannt aus der gleichnamigen Kindersendung – lockte über 20 000 Besucher nach Jüchen, eine Zahl, die bei Organisator Reinhard Giesen für positive Stimmung sorgte: "Die Maus und das Wetter haben gleichermaßen dazu beigetragen, dass so viele Menschen gekommen sind. Wer auch immer für das Wetter verantwortlich ist, der muss ein Herz für Kinder haben."

Ein Erfolgsgarant war allerdings auch das umfangreiche Angebot, das erstmals in Themen-Dörfern aufgeteilt war. So präsentierte die Communis-Pristina im Historiendorf das Leben im Mittelalter, während die kleinen Besucher im Landschafts- und Naturdorf Kuh-Atrappen melken, Hühner streicheln oder Äpfel schälen konnten.

Im Sportdorf zeigten unter anderem Tischtennisspieler und Taekwondo-Kämpfer ihr Können, im Dorf für Sicherheit und Ordnung stellten sich die Polizei, die Feuerwehr, das THW und die Johanniter vor. "Hier wird für die ganze Familie etwas geboten, da kommen alle voll auf ihre Kosten", so das begeisterte Fazit von Iris Brenner, die mit Tochter Nicole und den vier Enkeln aus Wevelinghoven angereist war. An die Rückreise wollte sie aber nicht denken: "Schon der Hinweg war eine kleine Katastrophe."

Quelle: RP
 
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