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Neuss
Politik hält an "Treff 3" fest

Neuss: Politik hält an "Treff 3" fest
Das ehemalige Landesbesoldungsamt wird umgebaut - zu Luxus- und Mikro-Appartements. FOTO: -nau
Neuss. Ausschuss beschließt Fortbestand des Angebots, ein Umzug ist wahrscheinlich. Von Simon Janssen

In der Nähe des Rheinparkcenters soll es in Zukunft weiterhin eine gemeinwesenorientierte Kinder- und Jugendarbeit geben. Das hat der Jugendhilfeausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen und gleichzeitig die Jugend- und Sozialverwaltung der Stadt beauftragt, gemeinsam mit der Diakonie an einer möglichst lückenlosen Fortsetzung des Angebotes zu arbeiten. Die SPD hatte das Thema auf die Tagesordnung setzen lassen.

Noch bietet das Gemeinwesenzentrum "Treff 3" im Erdgeschoss des ehemaligen Landesamt für Besoldung und Versorgung im Rheinparkcenter ein Treffpunkt für Jung und Alt. Doch da die "Solidare Real Estate Holding plc" dort etwa 200 Kleinstwohnungen mit einer Größe von 20 bis 50 Quadratmeter schaffen möchte, wurde dem Träger - der Diakonie - zum 30. Oktober dieses Jahres gekündigt. Die börsennotierte Immobiliengesellschaft mit Sitz auf Malta hatte das Gebäude zum Jahreswechsel gekauft. Die Entkernungsarbeiten zum Umbau laufen, 2018 will man fertig sein.

Nach Angaben vom Sozialdezernent Ralf Hörsken hat die Verwaltung mit dem Träger bereits mehrere Gespräche geführt. Ein weiteres ist für den heutigen Dienstag geplant. Zwar sollen die Räumlichkeiten im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss weiterhin gewerblich genutzt werden, doch unglücklich über einen Umzug wäre Stephan Butt, Geschäftsführer der Neusser Diakonie, nicht.

"Wir haben derzeit Räume, die nicht wirklich für Gemeinwesenarbeit geeignet sind." Hinzu kämen die regelmäßigen Eigentümerwechsel. Zwar habe man die Mitteilung bekommen, dass der "Treff 3" weiterhin in den dann sanierten Räumen bleiben kann - allerdings zu deutlich höheren Konditionen. "Das wäre eine Kostendifferenz von circa 15.000 bis 20.000 Euro im Vergleich zu jetzt. Das ist für uns nicht zu stemmen", sagte Butt, der sich wünscht, dass die neuen Räumlichkeiten nicht all zu weit weg von den aktuellen sind. Rückendeckung erhielt er sowohl von der Verwaltung als auch von den Ausschussmitgliedern, die betonten: Aufgrund der Lage und der sozialen Struktur ist ein Stadtteiltreff im Rheinparkcenter unbedingt nötig. Seit 1987 bietet der "Treff 3" Menschen verschiedener Religionen, Kulturen und Nationen die Möglichkeit, Beratung zu erhalten und Angebote zu finden.

Quelle: NGZ
 
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