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Neuss
Politik plant Aktion "Fahrstil ok?" für Logistikfirmen

Neuss. Die schwarz-grüne Koalition hadert mit dem Fahrstil von in Neuss angesiedelten Paketzustellern und Logistikfirmen. Deshalb wurde die Verwaltung jetzt beauftragt, eine freiwillige Initiative "Fahrstil ok?" einzuführen und auf die Unternehmen zuzugehen. Dazu sollte die Wirtschaftsförderung in de Pflicht genommen werden. Die Verwaltung möchte jedoch einen anderen Weg finden und die Wirtschaftsförderung aus der Schussbahn nehmen - diese solle schließlich dafür sorgen, dass sich Unternehmen ansiedeln beziehungsweise in Neuss wohlfühlen und nicht mit ordnungsrechtlichen Maßnahmen drohen. Nachdem der Ausschuss für Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten die geplante Kampagne auf den Weg gebracht hat, wird nun im Rathaus geklärt, welches Amt die Gespräche mit den Firmen sucht.

Die Politiker machten deutlich, dass die Paketzusteller und Logistikunternehmer mit dem Vorhaben zu mehr freiwilliger Selbstkontrolle sensibilisiert werden sollen. Es gehe um eine "sanfte Maßnahme" stellte Roland Kehl (Grüne) klar. Allerdings bestehe Handlungsbedarf. Im Antrag der schwarz-grünen Koalition wird darauf hingewiesen, dass Neusser wiederholt "aggressiven Fahrstil" insbesondere von Paketzustellern festgestellt hätten. Genannt werden auch verkehrswidriges Parken, überhöhte Geschwindigkeit und die Durchfahrt durch gesperrte Straßen. Die Stadt soll daher darauf hinwirken, dass sich die Unternehmen an einer Aktion "Fahrstil ok?" beteiligen.

Dabei sollen Aufkleber an den Fahrzeugen befestigt werden - und zwar mit einer Telefonnummer, unter der sich Bürger bei Verkehrsverstößen beschweren können.

(abu)
 
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