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Neuss
Politik will Sekundarschulen weiter vergrößern

Neuss. Die Stadt muss sich auch darauf vorbereiten, einer nicht abschätzbaren Zahl von Flüchtlingskindern einen Schulplatz anzubieten. Deshalb forderte der Schulausschuss gestern die Verwaltung auf, Pläne für eine Vergrößerung der Sekundarschule Gnadentaler Allee um einen Zug auf dann vier Klassen pro Jahrgangsstufe zu prüfen. Hintergrund für diesen von SPD-Schulsprecher Ralph-Erich Hildebrandt gestellten Antrag ist auch die Erkenntnis, dass die Schülerzahlen in der Sekundarstufe I doch nicht so stark gesunken sind, wie gedacht - und Rückläufer, die das Gymnasium wieder verlassen, kaum noch eine Alternative finden.

Ein großes Problem im Zusammenhang mit Flüchtlingskindern in den Schulen ist, dass die Klassenobergrenzen dadurch überschritten werden. Darauf wies Achim Fischer von der Janusz-Korczak-Gesamtschule hin. Seine Schule ist so gefragt, dass jede Klasse bis zur Maximalstärke gefüllt wird. Flüchtlingskinder, die er ja annehmen muss und will, kommen "on top" dazu, sagte er. "Es gibt Kinder, die zwischen den Stunden mit Tisch und Stuhl von Klasse zu Klasse umziehen", sagte er mit Blick auf diese Entwicklung. Die Leiter der weiterführenden Schulen hatten vergangenen Freitag zu diesem Thema getagt, gestern schloss sich die Politik ihrem Ruf nach einem Gesamtkonzept für Raum und Personal an.

Andreas Nickel als Vorsitzender des Stadtelternrates konnte dazu nur raten: "Der Widerstand der Eltern wächst", sagte er. Diese würden Unterrichtsausfall befürchten, wenn Turnhallen zu Notquartieren werden, aber auch kritisch sehen, dass die Schule am Wildpark auf Sicht nicht für die Gesamtschule an der Erft umgebaut werden kann.

(-nau)
 
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