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Neuss/Haiger
Polizei überprüft Wohnung auf Suche nach Schleusern

Neuss/Haiger. Die Bundespolizei hat die Wohnung eines 42 Jahre alten Neussers und eines 38 Jahre alten Mannes im hessischen Haiger durchsucht. Die beiden aus dem Iran stammenden Männer stehen unter Schleusungsverdacht.

Die Wohnungsdurchsuchung fand bereits am 13. Januar im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main statt. Das teilte die Bundespolizei Dienstag mit. Der 38-jährige Iraner wird beschuldigt, gemeinsam mit anderen Mittätern iranische Landsleute nach Deutschland eingeschleust zu haben. Dazu soll er unter falschen Angaben griechische Aufenthaltsdokumente beschafft und benutzt haben. Der 42-jährige gebürtige Iraner mit deutscher Staatsangehörigkeit steht im Verdacht, seinen Komplizen mit der Einschleusung von sieben Iranern zu einem Preis von insgesamt 63.000 Euro beauftragt zu haben.

Ins Visier von Polizei und Staatsanwaltschaft gerieten die beiden Tatverdächtigen durch zwei Männer aus dem Irak und Iran, die bereits im Frühjahr 2015 über den Frankfurter Flughafen nach Deutschland einreisen wollten. Das erklärt ein Sprecher der Bundespolizeidirektion am Frankfurter Flughafen auf Anfrage unserer Redaktion. Im Zuge dieses Vorgangs seien die Beamten auf die beiden Tatverdächtigen aufmerksam geworden.

Bei der nun erfolgten Wohnungsdurchsuchung beschlagnahmten die Ermittler zahlreiche Schriftstücke als Beweismittel. Die Beschuldigten machten von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und wurden nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß belassen. "Die Auswertung der Beweismittel läuft nun", sagt der Polizeisprecher.

(abu)
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