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Neuss
Polizist quälte Nachbarshunde mit Hochton-Lautsprecher

Polizist quälte Nachbarshunde mit Hochton-Lautsprecher
Mit einem Hochton-Lautsprecher soll der Polizist die Hunde gequält haben. FOTO: dpa, Andrea Warnecke
Neuss. Vor dem Neusser Amtsgericht musste sich jetzt ein Düsseldorfer Polizist wegen mutmaßlicher Tierquälerei verantworten. Laut "Express" soll der Oberkommissar drei Hunde einer Norfer Wohnungsnachbarin mit Hochfrequenztönen gequält haben.

Vor Gericht kam es zu einem Vergleich, in dem er sich dazu verpflichtete, diese Attacken in Zukunft zu unterlassen. Der Polizist zeigte sich zwar einsichtig: "Habe alles abgebaut, mache ich nie wieder", gab wenig später jedoch an, die Hunde mit den hohen Frequenzen nur beruhigt haben zu wollen.

Hintergrund: Die Hundehalterin wusste nicht, was mit ihren Vierbeinern los ist, als diese im Hausflur regelrecht durchdrehten. Die Tiere bellten los, verbissen sich sogar ineinander und verletzten sich. Das Gebell der Hunde soll den Polizisten, der im Obergeschoss wohnt, schon länger gestört haben. Um die Tiere zum Kläffen zu provozieren, baute er den Hochton-Lautsprecher auf. Er soll den Lautsprecher installiert haben, damit er sich beim Ordnungsamt über seine Nachbarin - im Erdgeschoss lebend - und ihre Hunde beschweren kann.

Nachdem die Norferin den Hochton- Lautsprecher entdeckte, rief sie die Polizei, die die Kabel daraufhin kappte. Danach soll der Oberkommissar den Lautsprecher wieder angeschlossen und dazu noch eine Video-Kamera mit einem Zettel: "Finger weg" montiert haben. Jene Videokamera sei jedoch nur eine Attrappe gewesen, die die Nachbarin verschrecken sollte, gab der Düsseldorfer Polizist an. "Sie haben den Rechtsweg einzuhalten", belehrte Richter Kasper den Beamten.

Quelle: NGZ
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