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Neuss
Prinzenpaar zieht in die Hofburg

Neuss. Ernst Schlaak wird beim Neujahrsempfang mit KA-Verdienstplakette geehrt.

Für Marco Roeb, den amtierenden Prinzen der Stadt Neuss, ist das Sessionsmotto "Janz Nüss es rasend jeck" auch eine Verpflichtung, "intensiv zu feiern, um die Kürze der Zeit besser nutzen zu können". Deshalb kürzten er und seine Novesia Sabine die Weihnachtspause ab und zogen schon am zweiten Tag des neuen Jahres in ihre Hofburg um. Fortan haben die in Erkelenz lebenden Tollitäten der Neusser Karnevalsgesellschaft "Grün Weiß Gelb" in der kurzen Session auch in der Quirinusstadt eine gute Adresse: das Dorint-Kongresshotel am Rosengarten.

Die Übernahme der Hofburg verband der Karnevalsausschuss (KA) als Dachverband der meisten Neusser Gesellschaften mit seinem Neujahrsempfang, bei dem verdiente Karnevalisten geehrt werden konnten. Eine besondere Ehre wurde Ernst Schlaak von der GNKG "Grün Weiß Gelb" zuteil, der als vierter Karnevalist überhaupt die KA-Verdienstplakette in Gold erhielt. Er wurde für sein "karnevalistisches Lebenswerk" ausgezeichnet, erklärte KA-Präsident Jakob Beyen. So war Schlaak, Prinz der Session 1982/83, Mitbegründer dieses Dachverbandes, dem er als Schrift- und später als Geschäftsführer diente. Zudem führte er seinen eigenen Verein in den Jahren 1991 bis 2009.

Die Verdienstplakette in Silber erhielt Dieter Schiller von der NCC "Fidelitas", der selbst Prinz in der Session 2002/03 war und in diesem Jahr erstmals als Prinzenführer die Termine der Tollitäten managet. In Bronze ging die Auszeichnung an Claudia Bennartz-Goldmann ("Altstädter") sowie Erika Süsselbeck und Josef Georg Stork (beide von der KG "Blaue Funken").

KA-Präsident Beyen betonte in seiner Neujahrsansprache, dass die Karnevalisten gut vorbereitet in die Session gehen, die schon am 7. Februar mit dem Kappessonntagszug endet. "Die Arbeitsgruppe Kappessonntagszug hat bereits sehr gute Vorarbeit geleistet", sagte Beyen, und auch das Prinzenpaar hat schon einen positiven Beitrag zum Gelingen erbracht: Beim Gottesdienst der Karnevalisten spendeten Roebs am Samstagabend noch vor dem Neujahrsempfang in der Münsterkirche dem Heiligen Quirin eine Kerze - und baten dabei um gutes Wetter für den Kappeszug. Bis dahin werden die Tollitäten eine intensive Zeit erleben, erklärte Beyen mit Blick auf bis zu 15 Termine, die pro Tag zu absolvieren sind.

(-nau)
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