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Neuss
Projektgruppe Flüchtlinge legt Zwischenergebnisse vor

Neuss. Die verteilte Unterbringung habe sich bewährt.

Ende vergangenen Jahres wurde die rund 20 Mitglieder umfassende Projektgruppe Flüchtlinge der Neusser CDU gegründet. Deren Aufgabe ist es, die Flüchtlingsthematik dauerhaft strategisch zu begleiten. "Wir haben den Auftrag, Leitlinien und Maßnahmen für Parteivorstand und Stadtratsfraktion zu erarbeiten", erklärt Sebastian Ley, der mit Axel Stucke und Bernadette Thielen die drei Teilprojektgruppen "Sport, Jugendhilfe und Beschäftigung", "Unterbringung und Sicherheit" sowie "Bildung und Sprache" leitet. Nun hat die Projektgruppe erste Zwischenergebnisse ihrer Arbeit vorgelegt.

Wie Geschäftsführer Marcel Stepanek mitteilt, habe sich das noch unter Bürgermeister Herbert Napp entwickelte Konzept der verteilten Unterbringung über das gesamte Stadtgebiet bewährt. Daran werde weiter festgehalten - empfohlen werde zudem eine Belegungszahl je Standort zwischen 50 und 100 Personen.

Ebenso rät die CDU allen Flüchtlingen zu einem ehrenamtlichen Patensystem, so dass jeder Flüchtlingsfamilie oder jedem alleinreisenden Asylsuchenden ein Pate beratend zur Seite steht, etwa für Fragen zu Bildung, Beschäftigung, Freizeitgestaltung und Unterbringung. Diese Paten sollen nicht nur auf ihre Aufgabe vorbereitet, sondern auch während der geleisteten Hilfestellung begleitet werden.

Die Maßnahmen für Flüchtlinge haben laut Stepanek das Ziel, die Teilhabe an der Gesellschaft und den bereits vorhandenen Hilfsangeboten zu ermöglichen. In Neuss funktioniere das Subsidiaritätsprinzip "hervorragend". Von der notwendigen Stärkung dieses sozialen Netzes profitierten sowohl Neuankömmlinge als auch bereits in Neuss lebende Menschen.

Verbesserungsfähig sei hingegen die Vernetzung von Schul-, Arbeitsmarkt-, Jugend- und Sportpolitik - unabhängig von der Flüchtlingssituation. Die große Herausforderung der steigenden Flüchtlingszahlen zeige umso deutlicher, dass es erforderlich sei, die Zusammenarbeit bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben zu intensivieren.

Auch die Dringlichkeit einer Vernetzung der Migrationsthematik in Stadtpolitik und -verwaltung habe die Projektgruppe erkannt. Die Verwaltung müsse laut Stepanek die migrationspolitischen Maßnahmen aller bestehenden Ausschüsse und Gremien zentral in ihr Berichtswesen aufnehmen und regelmäßig gegenüber dem Stadtrat und der Bevölkerung veröffentlichen.

Quelle: NGZ
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