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Neuss
Rätselhaft: Hessischer Rundfunk wirbt in Neuss

Neuss. Großformatige Plakate versprechen "Nachrichten aus der Region" - Neuss kommt trotzdem nicht in die "Hessenschau".

"Erbarmen - zu spät: Die Hesse komme ": An diesen Hit der Band "Rodgau Monotones" kann sich erinnert fühlen, wer derzeit die großformatigen Plakate sieht, mit denen der Hessische Rundfunk in der Stadt Werbung macht. An der Bahnunterführung am Hermannsplatz ebenso wie etwa an der Unterführung Gielenstraße/Rheydter Straße versucht der Sender mit Sitz in Frankfurt, den Neussern mit "Nachrichten aus der Region" die "Hessenschau" im dritten Fernsehprogramm schmackhaft zu machen. Doch Vorsicht beim Umschalten: Auf Nachrichten aus Neuss wird man in diesem Sendeformat vergeblich warten.

Jürgen Sturm, Leiter von Neuss-Marketing und deshalb erster Ansprechpartner für alle Formen der Außenwerbung, waren die Plakate natürlich nicht entgangen. "Ich habe mich gewundert", sagt Sturm. Er habe derzeit aber vor allem ein Auge darauf, ob der Düsseldorfer Einzelhandel die Neusser - wie schon im Vorjahr - wieder zum Weihnachtsbummel in der Landeshauptstadt animieren möchte. Da macht ihm eine drohende "Hessisierung" der Stadt mittels Rundfunkgebühren weniger Sorge.

Marc Sausen von der Firma Außenwerbung Ströer, die die Werberechte in der Stadt gepachtet hat und vermarktet, könnte sich sogar vorstellen, dass die Werbung gewollt ist: "In Zeiten von Internet-Radio und Online-Fernsehen nicht ungewöhnlich", sagt Sausen, aber er liegt falsch. Tatsächlich hat sich die Mediaagentur, die der HR beauftragt hat, schlicht geirrt, wie Sprecher Christian Bender erklärt. Er verstehe, dass die in Bornheim bei Bonn plakatieren ließ, weil es einen Ortsteil eines solchen Namens auch in Frankfurt gibt. Aber Neuss, sagt Bender, sei ihm einfach unerklärlich

(-nau)
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