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Neuss
Rat vertagt Museums-Entscheid in den April

Neuss. Es gab verhaltenen, besser: unentschlossenen Applaus, aber keine Entscheidung in der Sache. Die Frage, ob die Stadt eine einzigartige, wie Bürgermeister Reiner Breuer betonte, Jugendstilsammlung als Schenkung annimmt und dafür das Clemens-Sels-Museum erweitert, wurde gestern Abend vom Rat noch einmal vertagt. Ohne Aussprache. Am 15. April soll das Thema an gleicher Stelle aufgerufen und endgültig beschlossen werden.

Die Vertagungsentscheidung wurde einstimmig gefasst. Sie wurde im Ältestenrat vorberaten, in dem die Fraktionsvorsitzenden sich auf drei Teilbeschlüsse einigten. Dem Kunstsammler, der der Stadt die 600 Exponate umfassende Sammlung als Schenkung angeboten hat, dankt der Rat ausdrücklich für dieses großzügige Angebot. Die Stadt dürfe sich dadurch geehrt fühlen. Annehmen wollte der Rat sie gestern nicht.

Das große "Aber" hatte Bürgermeister Breuer am Dienstag formuliert, nachdem der Kulturausschuss erst in der Vorwoche eindeutig für die Annahme und die Realisierung des größten von drei Erweiterungs-Entwürfen für das Museum optiert hatte. Breuer indes musste von einer Annahme abraten. Er machte dazu offene Fragen zum Schenkungsvertrag, zur Bebaubarkeit des Grundstückes, Fragen des Denkmalschutzes und vor allem finanzielle Punkte geltend. So beauftragte der Rat in einem zweiten Teilbeschluss die Verwaltung, all diese Fragen zu klären und zum Teil nachzuverhandeln. Damit das Thema - im Sinne des Schenkers - nicht zur Hängepartie verkommt, sondern zeitnah und endgültig entschieden wird, wurde in einem dritten Beschluss der 15. April dazu als Termin festgemacht. Den Fraktionen, die sich in dieser Frage selbst nicht einig sind, war der Aufschub recht.

(-nau)
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