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Neuss
Rathauswache erhält jetzt weibliche Verstärkung

Neuss: Rathauswache erhält jetzt weibliche Verstärkung
Gehört jetzt zum Team der Rathauswache: Simone Setzepfand. FOTO: woi
Neuss. Unter dem Rathausdach gibt es einen Ort, wo nicht der Bürgermeister, sondern der Landrat das Hausrecht hat: Die Rathauswache der Polizei, besetzt mit vier Bezirksbeamten - und jetzt auch einer Beamtin. Die heißt Simone Setzepfand, ist 53 Jahre alt und begeisterte Motorradfahrerin. Das und die Tatsache, dass die Krefelderin 2003 ein Jahr bei der Wasserschutzpolizei war, qualifiziert sie in besonderer Weise für diesen Dienst. Denn ihr Quartier ist der Hafen und ein Motorroller ihr Mobilitätsgarant in diesem weitläufigen Einsatzgebiet. Von Christoph Kleinau

Mehr als 40 Bezirksbeamte setzt die Polizei im Kreis ein, jeder ist in etwa für 10.000 Bürger Ansprechpartner vor Ort. Im Beritt von Polizeioberkommissarin Setzepfand leben wohl nicht ganz so viele Menschen - der Hafen ist der einwohnerschwächste Stadtbezirk -, dafür steht sie vor anderen Herausforderungen: Die Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes (ZUE) mit derzeit 350 Flüchtlingen liegt in ihrem Zuständigkeitsbereich, aber auch das Rheinpark-Center und die "Wohntürme" in diesem Stadtteil.

Die neue Bezirksbeamtin stellten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke als Chef der Kreispolizeibehörde und Bürgermeister Reiner Breuer gemeinsam vor. Zentrale Botschaft: Sicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Petrauschke dehnte diese auf die Bürgerschaft aus. "Die Bevölkerung muss dabei mitarbeiten."

Diese Bevölkerung hat in den Bezirksbeamten oft ihren ersten Ansprechpartner. Das konnte Setzepfand schon in den vergangenen Jahren erleben, als sie im Bezirksdienst in Grevenbroich unterstützend tätig war. Begonnen hatte sie ihre Ausbildung 1989 in Linnich. Danach war sie einige Jahre bei der Polizei in Krefeld eingesetzt, bevor sie für sechs Jahre ins Innenministerium wechselte. Im Jahr 2000 kam sie in den Rhein-Kreis und wurde erst im "Zivilen Einsatztrupp" in Kaarst eingesetzt, bevor sie zum Streifendienst kam.

Quelle: NGZ
 
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