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Neuss
Regiobahn hält frühestens Ende 2019 auf der Furth

Neuss. Christian Will, Aufsichtsratsvorsitzender der Regiobahn und CDU-Kreistagsabgeordneter aus Kaarst, glaubt weiterhin an den Bau eines Haltepunktes Morgensternsheide. Der allerdings würde nicht vor Ende des Jahres 2019 gebaut werden können. Er selbst habe sich persönlich für das Projekt in Verhandlungen mit allen Beteiligten immer eingesetzt, hält Will in einer Pressemitteilung der Regiobahn fest, die den Bau aufgrund des hohen Fahrgastpotenzials befürwortet. Setze man den reinen Baukosten allein für die geplante Bahnsteiganlage des Haltepunktes in Größenordnung von etwa 500.000 Euro die prognostizierten Fahrgastzahlen von etwa 220 Einsteigern täglich gegenüber, so das Unternehmen, ergebe sich ein positiver Kosten-Nutzen-Faktor.

Vergangene Woche war öffentlich geworden, dass sich bei der Regiobahn die Prioritäten verschoben haben, so dass mit einem schon angekündigten Baubeginn im Jahr 2016 nicht mehr zu rechnen sei. Vorrang habe die - zuschussfähige - Elektrifizierung der Strecke. Der zweigleisige Ausbau der Strecke, der Voraussetzung für den Haltepunkt auf der Furth ist, wurde von der Geschäftsführung wieder mit einem Fragezeichen versehen.

Derzeit wird ein Förderantrag nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz erstellt, der auch die Elektrifizierung der Gesamtstrecke und den Neubau der Brücke über den Nordkanal vorsieht. Unter der Voraussetzung, dass ein Förderbescheid erstellt wird, erfolgt die Umsetzung bis Ende 2019. Den zweigleisigen Ausbau habe der Zuschussgeber ebenfalls als "grundsätzlich zuschussfähig" eingestuft, teilt die Regiobahn mit. Deswegen sei dieses Vorhaben in den Förderantrag mit aufgenommen worden.

(-nau)
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