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Neuss
Reise durch Geschichte der Gartenvorstadt

Neuss. Historischer Abend von Heimatverein und Forum Geschichte im Pastor-Bouwmans-Haus Von Rolf Hoppe

Es war ein weiter Weg von der nationalsozialistischen Mustersiedlung zum heutigen Reuschenberg. Ein Weg, mit dem Jörg Geerlings unter dem Titel "Unser schönes Reuschenberg - eine kleine Reise durch die Zeit" einen historischen Abend einleitete, der am Dienstag als Gemeinschaftsveranstaltung von Forum Archiv und Geschichte Neuss und dem Heimatverein Gartenvorstadt Reuschenberg viele Gäste in das Pastor-Bouwmans-Haus lockte. Geerlings spannte dabei einen weiten historischen Bogen von der Römerzeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit; von den Ländereien des Nierenhofes bis zum heutigen Neusser Ortsteil mit etwa 7000 Einwohnern.

In den folgenden Vorträgen beschäftigten sich die Referenten mit Reuschenbergs jüngerer Geschichte, die mancher der Gäste aus eigenem Erleben kennt. Forums-Vorsitzenden Martin Flecken und Stadtarchivar Jens Metzdorf machten da keine Ausnahme, da sie Kindheit und Jugend in Reuschenberg verbrachten und mit Interesse Andrea Knopper zuhörten. Die Rektorin der Albert-Schweitzer-Grundschule sprach über "Die Entwicklung der Reuschenberger Schullandschaft" und erinnerte an Grundschulen mit Klassen von 60 bis 70 Kindern, an katholische Schulen, in die auch die evangelischen Kinder gehen mussten, an eine Holzbaracke als Schule, die Entwicklung von Bekenntnisschulen zu Gemeinschafts-Grundschulen und sprach zuletzt über den Offenen Ganztagsunterricht.

Mit dem aktuellen Königspaar Tanja und Hardi Nottinger hatten sich auch zahlreiche Schützen eingefunden. Sie wollten Leo Rheidt vom Ältestenrat des Bürger-Schützen-Vereins hören, der dessen Entstehungsgeschichte mit zahlreichen Anekdoten zu würzen wusste. So geht die Gründung auf den Siedlerbund zurück, der lange Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens im Ortsteil war. Als dieser 1948 das erste große Volksfest organisierte, zogen unter den vielen Fußgruppen auch Schützen in Uniform mit. Das fand so großen Anklang, dass 1952 der Verein gegründet wurde und 1953 sein erstes Schützenfest feiern konnte. Heute umfasst das Regiment etwa 600 Schützen.

Jens Metzdorf nahm vor allem die jüngeren Jahre in den Blick. Er erinnerte an die alte Tankstelle, an Lebensmittel Glück und Bäckerei Zaun. Aber auch an die Aufgabe seines Archivs, Quellen zu sichern, zu bewerten und aufzubereiten.

Quelle: NGZ
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