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Neuss
Rekonvaleszent, Neuling, Dienstältester

Neuss: Rekonvaleszent, Neuling, Dienstältester
Ex-Reitersieger Wolfgang Behmer (l.) kann wieder lachen. René Matzner (33) ist der jüngste Korpsführer. Herbert Geyr (r.) geht auf Abschiedstournee. FOTO: woi
Neuss. Schützenpersonalien vor dem Oberstehrenabend: Nach seinem Unfall im Vorjahr ist Wolfgang Behmer zurück bei den Reitern, Jägermajor René Matzner hat Premiere, Schützenlustmajor Herbert Geyr sucht nach 18 Jahren einen Nachfolger. Von Ludger Baten

Oberstehrenabend zieht erstmals in diesem Jahr das Regiment. Morgen ist es soweit. Um 18.30 Uhr beginnt in der Stadthalle die Wahl, während die Züge längst im Rosengarten ihr Feldlager genießen. Aber hier wie dort wird der Gesprächsstoff nicht ausgehen. Vor allem an Personalien fehlt es nicht. Die NGZ hat einige zusammengestellt.

Carl Reinartz (71), der Reiterchef ist einfach nur erleichtert, denn nach einer langen Zeit der Genesung ist Wolfgang Behmer (56) in den Kreis seiner Reiterkameraden zurückgekehrt. Er wird in diesem Jahr noch nicht wieder in den aktiven Dienst treten, doch die ersten Reitstunden hat er schon absolviert. Das ist eine sehr gute Nachricht, denn der damalige Reitersieger stürzte beim Ringstechen am Schützenfestsonntag im Vorjahr schwer.

FOTO: Woitschützke Andreas

Klaus Engels (52) aus dem Zug "Schwemmböxges" wird nicht neuer Major. Er hat aus beruflichen Gründen seine Kandidatur zurückgezogen. Er sollte im März 2018 die Nachfolge von Herbert Geyr (65) antreten. Der dienstältestete Korpsführer im Regiment, bleibt aber dabei: Er geht jetzt auf Abschiedstournee - und hält Ausschau nach Bewerbern, die ihm folgen wollen - und können. Seit 18 Jahren reitet er inzwischen der Schützenlust voran. Nach dem Abendumzug am Schützenfestmonatg (28.) wird sein Korps mit einem Großen Zapfenstreich auf dem Münsterplatz Dank sagen.

Karlheinz Ackermann (58), aus dem Zug "Frischlinge" und Hauptmann der Schützenlust, bestätigt: Die "Lust" bleibt mit 92 Zügen und mehr als 1660 Schützen das größte Korps im Regiment - obwohl ein Zug pausiert, präziser: pausieren muss. Zugmitglieder hatten im Vorjahr am Schützenfestmontag für Aufsehen gesorgt und Unverständnis geerntet als sie in Frauenkleidern auf der Festweise urinierten. Längst hat der Zug seinen Fehltritt eingesehen, sich entschuldigt und die Buße akzeptiert: Er bleibt Mitglied, bezahlt die vollen Beiträge, zieht aber in diesem Jahr nicht mit und wird auch das "Hausverbot" zum Schützenlustball beachten. Mehr noch, die Zugmitglieder leisteten freiwillig 150 Sozialstunden ab und halfen unentgeltlich bei der Renovierung eines Seniorenheims.

FOTO: Woitschützke Andreas

Mario Meyen (60), im Komitee für Rechts- und Sicherheitsfragen zuständig, hat alle Unterlagen fristgerecht im Rathaus eingereicht und sieht das Genehmigungsverfahren "auf konstruktivem Weg". Zum Schützenfest wird erstmals ein Rettungswagen der Hilfsdienste seinen Standort auf der Festwiese haben. Im Vorjahr musste der Bürger-Schützen-Verein sein Sicherheitskonzept mit Blick auf die Fluchtwege überarbeiten lassen. Grund: die neue Flüchtlingsunterkunft am Obertorweg. Neues Konzept, neue Wege, mehr Personal führten zu Mehrkosten von knapp 6000 Euro.

René Matzner (33) feiert als Jägermajor Premiere und ist jüngster Korpsführer im Regiment. Neu werden mit Philipp Mehdorn (37) aus dem Grenadierzug "In alter Frische" und Tobby Weskamp (40) aus dem Hubertuszug "Waldhorn" auch zwei junge Schützen in den Mittelpunkt des Interesses rücken: Beide sind nun offizielle Kandidaten für die Komitee-Wahl im November.

Quelle: NGZ
 
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