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Neuss
Rennbahn ist beliebter Treffpunkt für Discgolfer

Neuss: Rennbahn ist beliebter Treffpunkt für Discgolfer
Discgolfer wie Jens Calles brauchen Konzentration und Geschick, um die Disc in den Korb des Rennbahn-Parcours' zu werfen. FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Zum dritten Mal fanden die RennbahnparkOpen der Discgolfer auf in Neuss statt. Die Spielern kamen aus ganz Deutschland. Von Leah Wohllebe

Es herrscht absolute Konzentration auf Bahn sechs, als sich Jens Cassel mit seiner Disc zum Abwurf bereit macht - fast ein Ass. Seine Scheibe landet kurz vor dem Korb. Auf dem Weg muss er mit seiner Scheibe aber Hindernisse wie Gebüsche oder sogar einen alten landwirtschaftlichen Anhänger umspielen und die Scheibe im Idealfall seitlich in den Korb mit Ketten und Fahnen bringen.

"Es ist ein toller Sport, den man jederzeit mit Freunden ausüben kann", sagt Calles. "Ein Bericht über den Rennbahnpark machte mich vor rund zwei Jahren drauf aufmerksam", fügt der Hobby-Discgolfer hinzu. So wie Jens Calles ging es auch der Bonnerin Dorothea Trzepinur vom Landesverband Frisbeesport NRW. "In unserem Urlaub im Sauerland vor drei Jahren probierte ich das Discgolfen zum erste Mal aus", sagt sie, und seitdem spielt sie regelmäßig auf Turnieren in ganz Deutschland, ist zum zweiten Mal in Neuss dabei.

Bei den RennbahnOpen werden drei Runden gespielt, die aus 20 Bahnen bestanden und dem Mini-Golf und Golf ähneln. Anschließend werden in der Open-Division, die aus den besten 16 besteht, die vier Finalisten ausgespielt. Auf der Neusser Rennbahn gibt es einen festinstallierter Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen und unterschiedlich lange Bahnen. Ziel ist es, mit möglichst wenigen Würfen die Disc in den Korb zu transportieren. "Die meisten Sportler haben daher eine Vielzahl an Scheiben in ihrem Repertoire. Für kurze Distanzen wird die dickere ,Putter'-Scheibe gewählt, für weite der ,Driver'", sagt Trzepinur und ergänzt: "Je nach Windstärke, Temperatur und Flugkurve wird jeweils eine entsprechend geformte Scheibe gewählt."

Eine feste Saison gibt es beim Disc Golf nicht - es wird das ganze Jahr gespielt. Ausgerichtet wird das diesjährige Turnier, wie auch schon die Jahre zuvor vom Verein Disc Golf Niederrhein, dem auch Jens Calles angehört. Das RennbahnparkOpen ist mittlerweile zum festen Bestandteil im Kalender von vielen Sportlern geworden. "Momentan sind wir dabei, in Krefeld und Mönchengladbach feste Parcours zu installieren, um mehr Leute für den Sport zugewinnen", berichtet Paul Siggi von Disc Golf Niederrhein. "Ein Traum von uns ist es, in nächster Zeit eine deutsche Meisterschaft auszutragen." Geeignete Spielorte gebe es im Kreis schließlich genügend, ergänzt Siggi. Auch über ein Schulturnier wird in Neuss nachgedacht, denn der 2013 gegründete Verein möchte auch die Nachwuchsarbeit ausbauen und sich im Rhein-Kreis etablieren.

Am Ende von Runde drei hat Jens Cassel die 20 Bahnen in 63 Würfen geschafft. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner heutigen Leistung und freue mich schon auf das nächste Turnier", sagt er zufrieden.

Quelle: NGZ
 
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