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Neuss
Rheinische Fachhochschule auf Wachstumskurs

Neuss. Den Blick aus dem Fenster seines Büros kann Professor Martin Wortmann richtig genießen. "Super Standort", sagt der Präsident der privaten Rheinischen Fachhochschule (RFH) Köln und blickt auf den Neusser Markt. Im vergangenen Jahr hat die RFH den Standort übernommen, nachdem die dort beheimatete Hochschule Neuss Insolvenz anmelden musste - und ist angekommen in der Quirinus-Stadt. Man liege gut im selbstgestellten Dreijahres-Zeitplan, sagt Wortmann, und verschweigt nicht, dass es erst einmal ein Etappenziel ist, das erreicht wurde. "Zunächst einmal ging es darum, Vertrauen aufzubauen. Auch die Mitarbeiter haben schließlich eine Zeit der Verunsicherung hinter sich", betont der RFH-Präsident. Natürlich sei es für alle Beteiligten eine Zeit der Umstellung gewesen, neue Chefs, neue Strukturen, neue Abläufe. "Wir sind an dem Punkt, an dem wir sagen: Es konsolidiert sich jetzt", sagt Wortmann. Vor allem aber ist die RFH in Neuss an dem Punkt, an dem Wachstum in Sicht ist.

Mehr als 300 Studierende zählt die staatlich anerkannte Fachhochschule derzeit in Neuss, Tendenz steigend. Das bedeutet, dass die Räumlichkeiten irgendwann erschöpft sind. Neuer Platz muss her. "Wir sind auf der Suche", sagt Wortmann. Auch weil zusätzliche neue Schwerpunkte gesetzt werden sollen - zum Beispiel auf mehr Forschung oder im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen mit Blick auf das Patentrecht. Fußläufig vom Standort in der Neusser Innenstadt gut zu erreichen sollten die neuen Räume sein. Das biete den Vorteil kurzer Dienstwege, zudem kommt die zentrale Lage laut Wortmann bei den Studierenden gut an.

Die Übernahme der Hochschule in Neuss sei eine gute Entscheidung gewesen - auch wegen der guten Strukturen in der Region. Der Rhein-Kreis Neuss ist ein starker Wirtschaftsstandort, in den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um rund 15 Prozent angestiegen. In der Region steht nur Mönchengladbach mit einem Plus von 16 Prozent besser da - auch wegen des Erfolgs des mit Jüchen entwickelten Regioparks. Der gerade im Bereich Logistik und Handel starke Rhein-Kreis ist für die RFH auch wegen ihrer dualen beziehungsweise berufsbegleitenden Studiengänge ein guter Standort.

(abu)
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