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Neuss
Rockmusik als Geburtstagsgeschenk

Neuss: Rockmusik als Geburtstagsgeschenk
Sibi Siebert, Markus Wienstroer, Joe Graßmann und Charley Maul (v.l.) sind die Sleeping Dogs. FOTO: Dogs
Neuss. Alle Jahre wieder feiert Bassist Joe Graßmann mit Freunden aus der Musikszene im Hamtorkrug. Von Martin Horn

Das Jahresende im Hamtorkrug an der Büttger Straße ist auch diesmal kein Garant für eine stille oder gar heilige Nacht. Der Kalender der Musikkneipe ist bis zum neuen Jahr gespickt mit DJ-Partys und anderen Veranstaltungen. Und turnusmäßig in der Weihnachtszeit werden - alle Jahre wieder - die schlafenden Hunde geweckt. So jedenfalls nennt Johannes "Joe" Graßmann seine wechselnde Formation, die sich einmal im Jahr, am Vorabend des 19. Dezembers trifft, um gebührend in seinen eigenen Geburtstag zu rocken. "Das ist ein Freundesfest", sagt Graßmann vor dem Konzert. Und wenn man sich schon einmal selbst feiert, sollte es nicht zu kleinlich ausfallen.

Schlagzeuger Sibi Siebert (Twelve Drummers Drumming) gehört zum Wunschzettel, auch die Namen der beiden Gitarristen Charley Maul (Wild) und Lokalmatador Markus Wienstroer (Marius Müller-Westernhagen) stehen drauf.

Allesamt haben sie sich in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Reputation erworben, ob als festes Mitglied in erfolgreichen Bands oder als unverzichtbare Sessionmusiker nationaler und internationaler Schwergewichte. Joe Graßmann, der sich selbst "Wild Bonsai" nennt, kümmert sich am Bass um die tieferen Töne und um den Gesang, die Regler bedient Rainer Assmann.

Die Setlist ist gespickt mit Megahits von ACDC, Led Zeppelin, den Rolling Stones oder ZZ-Top. Ob nun "La Grange", "Kashmir", "Jumpin' Jack Flash" oder "Highway To Hell" angestimmt wird, der Erkennungseffekt ist garantiert. Aber auch Interpretationen von eher ruhigeren Stücken sind dabei. Bill Withers` "Aint No Sunshine" kommt ungewohnt angeraut daher. Und die Stimmung im Publikum ist gewohnt locker. Ehrengäste, die aber kräftig mitmischen, sind auch da: Der Neusser Gitarrist Markus "Exe" Exner hat es sich nicht nehmen lassen, zu gratulieren. Wie die anderen ist auch er in der hiesigen Musikszene eine Hausnummer, seine virtuosen Fähigkeiten, egal in welche Stilrichtung, werden immer wieder bestaunt und sind weit über die Stadtgrenzen anerkannt. Frank "Elwood" Henkes reiht sich ebenfalls in die Gästeriege ein, den Ausdruck Rampensau sollte er sich patentieren lassen. Ob am Mikro der Stones Tribute Band oder des Blues Brothers Band-Projektes ist - Henkes steht immer für einen schweißtreibenden Auftritt und gute Stimmung.

Und Letztere bleibt auch so bis zum Schluss. Das Geburtstagskind wird gefeiert und - so wie es aussieht - erwachen die schlafenden Hunde nächstes Jahr zur Weihnachtszeit wieder. Oh du fröhliche!

Quelle: NGZ
 
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